Politik

Eine Weihnachtsbeleuchtung erhellt Seen

Bald ist wieder Weihnachten und viele Winterthurer haben ihre Gärten feierlich dekoriert. Einer, der dabei besonders auffällt, ist jener von Ursina und Ruedi Hintermeister in Seen.

Eine Weihnachtsbeleuchtung erhellt Seen

Wer nach dem Eindunkeln am Steinackerweg in Seen entlang geht, dem wird das Lichtermeer nicht entgehen. Leuchtende Rentiere, Lichterketten und Weihnachtskugeln schmücken den Vorgarten und das Haus von Ruedi und Ursina Hintermeister.

Die beiden Winterthurer bauen Jahr für Jahr wohl eines der grössten Lichtermeere  der Stadt auf.

Das, obwohl Ursina Hintermeister Weihnachtsbeleuchtung eigentlich immer kitschig fand. «Ich war früher nie ein Fan davon, so viel Kitsch aufzuhängen. Meine Kinder und mein Mann stimmten mich aber um», erzählt die 54-Jährige.

Der jüngste Sohn der Familie, Reto Hintermeister, hat ursprünglich Elektromonteur gelernt. «Er war sehr betrübt darüber, dass im Advent kein einziges Licht im Garten leuchtete. Reto und seine beiden Geschwister überredeten mich aber vor bald zehn Jahren, ihrem Vati wenigstens ein leuchtendes Dekorationsstück schenken zu dürfen: Ein Rentier mit Schlitten.»
 

Steckdosen im Garten verteilt
Dabei sollte es aber nicht bleiben. «Bereits ein Jahr später störte es meine Frau, dass nur ein Accessoire unseren Garten schmückte. So kam jedes Jahr etwas Neues dazu», erzählt Ruedi Hintermeister.

Der Aufbau der Beleuchtung sei für die beiden Winterthurer keineswegs eine mühsame, aber eine aufwendige Angelegenheit: Von Anfang an hat die ganze Familie angepackt und mittlerweile ist die Dekoration des Grundstücks zu einem traditionellen Hintermeister-Familienanlass geworden.

Die Kinder mit Partnern und Enkeln helfen mit, vor dem ersten Advent alles aufzubauen und zu installieren. Begonnen werde jeweils um 11 Uhr, um 16 Uhr ist alles betriebsbereit.

Der Garten wurde bei einer Umgestaltung der Weihnachtsbeleuchtung angepasst: Überall unter Boden befinden sich Stromleitungen, im Garten sind Steckdosen verteilt. «Unsere Sicherung würde es nicht aushalten, wenn alles über eine Steckdose laufen würde.»

Stromrechnung bleibt gleich
Die Beleuchtung ist knapp einen Monat in Betrieb, kurz vor der Neujahrsnacht verschwindet sie wieder im Lager der Hintermeisters. Morgens brennen die Lichter zwischen 6 und 8 Uhr,  abends von 17 Uhr bis 23.30 Uhr.  

Gesteuert werden sie über eine automatische Zeitschaltuhr. Auf der Stromrechnung sähen die Winterthurer aber keinen Preisanstieg im Monat Dezember. «Wir benutzen LED-Lämpchen, die sehr energiesparend sind. Andere fahren mit dem Auto zur Arbeit, wir beleuchten im Winter unseren Garten im grossen Stil. Eine Leidenschaft, für die wir gerne aufkommen», erzählt Ruedi Hintermeister. 

Jung und alt sind erfreut
Negative Erfahrungen wegen der Beleuchtung machten die Winterthurer noch nie. Im Gegenteil: Passanten und Nachbarn sind regelrecht begeistert. «Kinder kommen aus dem Staunen fast nicht mehr heraus», erzählt Ursina Hintermeister.

Auch Bewohner aus dem nahegelegenen Altersheim würden regelmässig die Beleuchtung bestaunen. «Es freut uns, den Menschen etwas Wärme in der kalten und dunklen Jahreszeit zu schenken.»

Fehler gefunden?

Jetzt melden.