Wenn man einen Ausgangspunkt für die Öffnung des Ustermer Zeughausareals bestimmen müsste, dann wäre es dieses Cheminée – die erste bauliche Massnahme, die ganz im Zeichen der öffentlichen Nutzung steht. Jetzt gerade ist es allerdings kaum zu erkennen, dermassen dick hat es Franco Di Benedetto für die Überwinterung eingepackt. Aber wenn es wieder wärmer wird, sollen hier die Menschen zum Grillieren zusammenkommen. Das Holz ist bereits gekauft und eingelagert.
Auch die Wiese dahinter ist bald bereit. Di Benedetto hat sie den Sommer hindurch mit dem Benzinrasenmäher auf Vordermann gebracht, Bahn für Bahn. Für die rund 1000 Quadratmeter grosse Rasenfläche benötigte er jedesmal zweieinhalb Stunden. Nächstes Jahr wird es schneller gehen. Der Rasenmähertraktor steht schon bereit. Di Benedetto muss sich nur noch in die Gebrauchsanleitung einlesen.
Franco Di Benedetto ist der Hauswart auf dem Zeughausareal. Eigentlich heisst er Francesco, aber so nennt ihn hier niemand. Immer nur Franco. Er ist die Ansprechperson für alle, die auf dem Areal geschäften, kreativ arbeiten, ausstellen oder eben mal ein Musikfestival auf die Beine stellen. Ein gefragter Mann, der beim Gang übers Areal alle paar Meter wegen eines Problems oder einer Auskunft angehalten wird. Oder auch nur für einen kleinen Schwatz.
Arbeitszeit? Spielt keine Rolle!
Di Benedetto hat immer viel gearbeitet in seinem Leben. Er war Schlosser, auf Montage, hat entlang von Strassen unzählige Betonkästen für elektronische Schaltungen gesetzt. Jetzt ist er 70, könnte es gemütlich nehmen. Doch er ist schon am frühen Morgen auf dem Zeughausareal anzutreffen. Und vor der Tagesschau kommt er selten nach Hause. Seine Frau lässt ihn machen. «Meine Arbeitsstunden? Keine Ahnung, ich schaue nicht auf die Zeit», sagt er beiläufig.

