Winterthurer Ludotheken erhalten Jugendpreis 2017
Eine Freude für die Winterthurer Ludotheken in der Altstadt, Oberwinterthur und Seen: Sie erhalten den Jugendpreis der Stadt Winterthur. Mit diesem werden seit 2010 jährlich besondere Leistungen und Projekte von Jugendlichen oder herausragende Projekte im Bereich der Jugendförderung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10’000 Franken dotiert und wird auf die drei Ludotheken aufgeteilt.
Die Winterthurer Ludotheken betreiben als gemeinnützige Vereine seit gut drei Jahrzehnten den Verleih von Spielen und Spielsachen in der Altstadt, Oberwinterthur und Seen. Im Sortiment der Spielwarenverleihe finden alle Spielfreudigen unterhaltsame Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung.
Ein Blick in die Zukunft
Monika Hochreutener, Präsidentin des Vereins Ludothek Altstadt, ist sichtlich überrascht. «Ich und mein Team, wir haben gar nicht mit dem Preis gerechnet. Es war eine sehr schöne Überraschung.» Einen Verwendungszweck für das Geld hätten sie bereits bestimmt: «Wir wollen in die Zukunft investieren. Das Modell der heutigen Ludothek muss vom Aussterben gerettet werden – dafür werden wir das Geld verwenden.»
Chancengleichheit durch Ludotheken
Wie die Stadt Winterthur schreibt, leisten die Ludotheken einen Beitrag an die Chancengleichheit und Bildung der Gesellschaft. Durch das niederschwellige Angebot profitieren vor allem Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien von den guten Konditionen der Ludotheken.
Durch spezielle Veranstaltungen wie Spielabende würde das Kulturgut «Spielen» auch über den Verleih hinaus gefördert werden. Die Ludotheken dienen auch Treffpunkt, teilweise sogar mit eigener Kaffeeecke.
Weiterbildungen und freiwillige Einsätze
Um das Angebot weiterhin beizubehalten, leisten zehn bis zwanzig Frauen regelmässig freiwillige Einsätze. Um die Kundschaft professionell beraten zu können, bilden sich die Helferinnen regelmässig weiter. Für dieses Engagement wurden sie nun mit dem städtischen Jugendpreis ausgezeichnet. (tas./red.)

