Im Februar dieses Jahres stimmten die Greifenseer knapp für den Umbau und die Sanierung des Landenberghauses und des Pfarrhauses. Nach einem emotionalen Abstimmungskampf waren die Verantwortlichen der Gemeinde zuversichtlich, das knapp 12 Millionen Franken teure Projekt im Sommer 2019 abschliessen zu können. Doch dieser Zeitplan könnte jetzt durcheinander geraten. Denn nun blockiert ein Rekurs gegen die Baubewilligung den Start der Bauarbeiten.
Der Rekurs betreffe verschiedene Punkte, die von den Gegnern des Projekts schon früher moniert worden seien, sagt Gemeindepräsidentin Monika Keller (FDP). «Doch bei den heiklen Aspekten wie dem Profil des Baukörpers und der Einordnung ins Ortsbild haben wir uns bereits vor der Abstimmung abgesichert.» Es gebe einen vom Kanton gestützten, rechtlich verbindlichen Vorentscheid. «Der hat öffentlich aufgelegen, ohne dass jemand Einsprache erhoben hätte.»
Schadstoffsanierung läuft bereits
Bei anderen Punkten sei sie nicht sicher, ob die überhaupt das Baurecht beträfen, so Keller. Sie halte es deshalb für möglich, dass das Baurekursgericht gar nicht erst auf den Rekurs eintrete. «Wenn das Verfahren jedoch anläuft, kann es mehrere Monate dauern.» Und dann sei es fraglich, ob die Verzögerung wieder kompensiert werden könne. Eine verspätete Wiedereröffnung wäre gemäss Keller problematisch für die Vereine, die auf einen Saal für Veranstaltungen angewiesen seien.
Zwar hat der Rekurs aufschiebende Wirkung, davon nicht betroffen ist allerdings die Schadstoffsanierung, die bereits im Gang ist. «Wir haben uns dafür entschieden, diese Arbeiten schon einmal durchzuführen, um die Verzögerung möglichst klein zu halten.»

