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In vier Monaten beginnt der grosse Spitalumbau

Das Spital Wetzikon wird im grossen Stil saniert und ausgebaut. Entsprechend hoch fallen auch die Kosten aus: 250 Millionen – einiges mehr, als einst gesagt. Los geht's im kommenden Frühling.

So wie auf diesem Modell wird das Spital Wetzikon 2025 aussehen: rechts das bestehende, sanierte Hochhaus, quasi umgeben vom fast quadratischen Neubau, und links oben der alte Westtrakt. (Bild: Mano Reichling)

In vier Monaten beginnt der grosse Spitalumbau

Gegen 70 Nachbarn waren am Montagabend ins GZO-Spital Wetzikon gekommen, um sich über die kommenden Bauvorhaben informieren zu lassen. Das tönt nicht wahnsinnig spektakulär, dennoch gab es schon nach wenigen Minuten einen sehr überraschenden Moment: als GZO-CEO Matthias P. Spielmann bekannt gab, dass das ganze Projekt «rund 250 Millionen Franken» kosten werde. Noch vor etwa drei Jahren war von ungefähr 170 Millionen die Rede – also fast 50 Prozent weniger.

Von der reinen Bausumme zu einem Gesamtinvestitionsvolumen

250 Millionen: «Das ist viel Geld», gab auch Spielmann unumwunden zu. Doch diese Investition brauche es, um das Spital sinnvoll im immer anforderungsreicheren Gesundheitssektor weiterbetreiben zu können. Und in einer Region, wo die Bevölkerung und damit auch die Patientenzahlen wachsen.

Das anfänglich einmal von einer tieferen Bausumme gesprochen worden sei, das sei schlicht ein Fehler gewesen. Denn die tiefere Summe habe nur den reinen Bau beinhaltet. In den nun massgebenden maximal 250 Millionen jedoch seien «alle Ausgaben erfasst, die das Projekt beeinflussen». Also beispielsweise die gesamte, neue IT-Infrastruktur, Möbel und Umzugskosten.

Die Finanzierung des Grossprojekts ist gemäss Matthias Spielmann gesichert. Unter anderem mit einer 2014 herausgegebenen 170-Millionen-Franken-Anleihe. Die Anleihe war damals eine Premiere, hatte sich doch zuvor noch nie ein privatrechtliches Listenspital im Kanton Zürich auf diese Art Geld beschafft.

Hochhaus sanieren, Neubau erstellen

So enorm wie die Investition ist auch das Projekt. Grob zusammengefasst geht es um zwei Vorhaben. So wird einerseits der heute schon bestehende Hauptteil des Spitals, das inklusive Kellergeschosse 14 Etagen umfassende Hochhaus aus den 70er-Jahren, umfassendst saniert. Andererseits entsteht südlich des Hochhauses ein fast quadratischer Neubau mit 5 Geschossen. Hier werden Bettenstationen und verschiedene Kliniken untergebracht sein, aber auch Einrichtungen wie eine Notfallpraxis und die Kinderarztparxis. Weiterhin zum Gebäudeensemble gehört natürlich auch der alte, leicht runde Westtrakt, der primär Praxen und Büros für Ärzte Platz bieten wird.

Parkplatz wandert unter die Erde

Eine augenfällige Änderung gibt es beim grossen Besucherparkplatz nördlich des Haupteingangs – er verschwindet nämlich. An seiner Stelle entsteht ein Park. Die Autos der Besucher und der Mitarbeiter wandern unter den Boden in eine zweigeschossige Tiefgarage im Neubau.

Spitalbetrieb läuft parallel weiter

Das Projekt bietet eine Reihe von Herausforderungen, wie Martin Thiessen, Leiter Bau & Infrastruktur bei der GZO AG, erklärte. Gebaut wird nämlich «unter laufendem Betrieb des Spitals», was das Errichten von Provisorien bedingt. Provisorien, die mit recht hohen Beträgen zu Buche schlagen. Eine weitere Knacknuss: gewisse Gebäudeteile stehen unter Denkmalschutz und müssen entsprechend vorsichtig saniert werden.

Beim Bauen will man laut Thiessen «überall möglichst schonende Verfahren wählen». Es soll zum Beispiel keine Sprenungen geben – sowohl zu Gunsten der Ruhe im Spital wie bei den Anwohnern. Einer der an der Informationsveranstaltung anwesenden Nachbarn sagte dazu in eher drohendem Ton: «Wir werden dann genau hinschauen!».

Abschluss im Jahr 2025

An der Erweiterung und Sanierung des Spitals plant man schon seit 2016. Im März 2018 nun soll der eigentliche Bau beginnen. Ein Jahr später wird der neue Kubus in Angriff genommen, etwa zwei Jahre später dann die Auffrischung des Hochhauses. 2025, nach fast zehn Jahren, soll das Grossprojekt laut Thiessen dann abgeschlossen sein.

Die GZO informiert bereits heute umfassend über das Vorhaben. So wurde beim Mitarbeiterparkplatz zwischen Spitalstrasse und Schneggenstrasse ein attraktiv gestalteter Infopavillon aufgestellt. Er kann von Interessenten auf Vereinbarung hin besucht werden. Zudem gibt es mit www.gzo-bau.ch eine eigene, neue Website; hier geht’s zur Seite

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