Gegen 70 Nachbarn waren am Montagabend ins GZO-Spital Wetzikon gekommen, um sich über die kommenden Bauvorhaben informieren zu lassen. Das tönt nicht wahnsinnig spektakulär, dennoch gab es schon nach wenigen Minuten einen sehr überraschenden Moment: als GZO-CEO Matthias P. Spielmann bekannt gab, dass das ganze Projekt «rund 250 Millionen Franken» kosten werde. Noch vor etwa drei Jahren war von ungefähr 170 Millionen die Rede – also fast 50 Prozent weniger.
Von der reinen Bausumme zu einem Gesamtinvestitionsvolumen
250 Millionen: «Das ist viel Geld», gab auch Spielmann unumwunden zu. Doch diese Investition brauche es, um das Spital sinnvoll im immer anforderungsreicheren Gesundheitssektor weiterbetreiben zu können. Und in einer Region, wo die Bevölkerung und damit auch die Patientenzahlen wachsen.
Das anfänglich einmal von einer tieferen Bausumme gesprochen worden sei, das sei schlicht ein Fehler gewesen. Denn die tiefere Summe habe nur den reinen Bau beinhaltet. In den nun massgebenden maximal 250 Millionen jedoch seien «alle Ausgaben erfasst, die das Projekt beeinflussen». Also beispielsweise die gesamte, neue IT-Infrastruktur, Möbel und Umzugskosten.
Die Finanzierung des Grossprojekts ist gemäss Matthias Spielmann gesichert. Unter anderem mit einer 2014 herausgegebenen 170-Millionen-Franken-Anleihe. Die Anleihe war damals eine Premiere, hatte sich doch zuvor noch nie ein privatrechtliches Listenspital im Kanton Zürich auf diese Art Geld beschafft.

