Der Voranschlag 2018 der Einheitsgemeinde Wangen-Brüttisellen schliesst bei einem Aufwand von 40,477 Millionen mit einem Minus von gut 900‘000 Franken ab – trotz einer vom Gemeinderat geplanten Erhöhung des Steuerfusses um 2 Prozentpunkte auf 98 Prozent. «Ohne diese Massnahme hätten wir ein Minus von 1,4 Millionen Franken», sagt Finanzvorstand Claude Dougoud (SVP).
Bereits in den Jahren 2015 und 2016 fuhr die Gemeinde einen Aufwandüberschuss in der Grössenordnung von 1,5 Millionen Franken ein, 2017 ist ein Minus von 928‘000 Franken budgetiert. «Der Nettoaufwand ist in den beiden letzten Jahren nur marginal gestiegen», sagt Dougoud. Das habe mit den Bemühungen des Gemeinderat zu tun, die Kosten durch eine Aufwandplafonierung stabil zu halten.
Mit einem Eigenkapital von 32,9 Millionen Franken per Ende 2018 sehe die finanzielle Lage der Gemeinde nur auf den ersten Blick gut aus, hält Dougoud fest. Er verweist auf das Nettovermögen, welches in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist und Ende 2016 noch 10,6 Millionen Franken betrug. Gemäss Finanzplanung soll die Talsohle 2021 mit 9,2 Millionen erreicht sein. «Wir wollen nicht unter 1000 Franken Nettovermögen pro Einwohner.»
Viel Geld aus dem Finanzausgleich
Der Grund für die Abnahme sind laut Dougoud in erster Linie der Neubau auf der Schulanlage Oberwisen in Wangen und die Erweiterung der Schulanlage Bruggwiesen in Brüttisellen. Den Effekt verstärkt habe die Steuerkraft, die sich deutlich reduziert habe. Das betreffe vor allem die Steuern frühere Jahre. «Mit dem Steuerertrag im laufenden Jahr sind wir zufrieden, der entspricht den Erwartungen.» Der Rückgang sei wohl grösstenteils konjunkturell bedingt, sagt Dougoud. «So wie das in anderen Gemeinden auch der Fall ist.» Man werde die Situation nun aber genauer analysieren.

