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Politik

Fremdparkierer: Gemeinde wegen Nachbarn unter Druck

Braucht Wangen-Brüttisellen ein Parkplatzkonzept? Diese Frage wollen Gemeinderat und weitere Behördenmitglieder in Workshops klären. Klar ist: Weil die Nachbarn gegen «wilde Parkierer» vorgehen, steht die Gemeinde unter Zugzwang.

Dübendorf hat eines, Illnau-Effretikon auch, ebenso wie Wallisellen und Dietlikon: Und nun denkt man auch in Wangen-Brüttisellen über ein Parkplatzkonzept nach. «Wir werden zusammensitzen und besprechen, ob es eine Regelung für die Parkierung in der Gemeinde braucht», sagt Tiefbau- und Sicherheitsvorstand Erik Boller (parteilos). Teil der Arbeitsgruppe sind neben dem Gemeinderat Vertreter des Gewerbevereins, der Schule, der Kirche und aller Parteien sowie zwei Bauingenieurinnen.

Boller hält fest, dass das Parkieren auf öffentlichem Grund zunehmend für Reklamationen seitens der Bevölkerung sorge. «Es werden zum Beispiel Wohnmobile oder Anhänger mit Booten auf kleinen Nebenstrassen abgestellt, was dazu führt, dass die Durchfahrt erschwert wird», sagt er. Auch würden öffentliche Parkplätze für das Abstellen von Firmenfahrzeugen genutzt. «Und es kommt immer wieder vor, dass Auswärtige ihre Autos hier parkieren und dann mit dem öffentlichen Verkehr zum Flughafen fahren; das Parkfeld bleibt dann zwei oder drei Wochen besetzt.»

Am Ende entscheidet das Volk

Die Polizei habe in solchen Situation wenig bis gar keine Handhabe, sagt Boller. Auf vielen Quartierstrassen sei man bisher ganz gut ohne Parkverbote ausgekommen. Es gebe zwar Zonen mit einer Parkzeitbeschränkung, doch an den meisten Orten könne frei parkiert werden. Dass sich das Problem in den vergangenen Jahren verschärft habe, liege auch daran, dass die meisten Nachbargemeinden mittlerweile ein Parkplatz- oder Parkierungskonzept in Kraft gesetzt hätten und die sogenannten Fremdparkierer deshalb auf Wangen-Brüttisellen ausgewichen seien.

Die Arbeitsgruppe trifft sich nun zu drei Workshops. «Danach wird es möglich sein, dem Gemeinderat einen fertigen Vorschlag für ein Parkplatzkonzept zu unterbreiten», so Boller. Ziel sei es, dass der Gemeinderat das Geschäft Mitte oder Ende 2018 der Gemeindeversammlung unterbreite.

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