Politik

Wo man die Hunde versteht

Peter Steiner und Alvin Pally haben einen Draht zu Hunden. Auch vor Problemtieren schrecken sie nicht zurück. In Effretikon haben sie einen Hundehort eröffnet.

Wo man die Hunde versteht

Peter Steiner sitzt entspannt am Küchentisch. Neben ihm tollen zwei Welpen und tun so, als ob sie sich beissen wollten. Um den Tisch herum liegen vier Hunde. Sie schlafen. «Drei Viertel der Hunde, die hier sind, haben eine schwierige Vergangenheit», sagt Steiner. Seine eigene Hündin stammt aus Bulgarien. Sie hat früher auf der Strasse gelebt.  

Steiner arbeitet seit sieben Jahren als Hundesitter und Hundeausbildner. Zuvor war er als Treuhänder tätig, doch der Tagesablauf in einem Büro sagte ihm nicht zu. Zusammen mit Alvin Pally, seinem Geschäftspartner, hat Steiner im August in Effretikon den Hundehort Dogsafari eröffnet. Kennen gelernt haben sie sich, als Pally in der Hundeschule Steiners ein Praktikum absolvierte.

 

  Für eine gesunde Hundepsyche   Die beiden Hundesitter engagieren sich für eine naturnahe Tierhaltung. Ein besonderes Anliegen ist ihnen die Freiheit der Tiere: «Hunde wollen nicht nur kuscheln», so Steiner. Oftmals würden sie sich lieber zurückziehen, als ständig im Fokus ihrer Besitzer zu stehen.   Dafür gibt es genügend Raum in der Dogsafari. Lokalisiert in einem alten Industriegebäude nahe des Bahnhofs verfügt der Hundehort über eine geräumige Halle. Einzelne Stellwände und Schlafecken unterteilen die Grossfläche und bieten Rückzugsmöglichkeiten.  

Zwei Mal täglich gibt es Auslauf   «Ich sehe kaum je Leute, die zusammen mit ihrem Hund entspannt auf einer Wiese liegen», erzählt Peter Steiner. Im Tagesablauf des Hundes sei Ruhe und Erholung aber ein wichtiger Bestandteil. «Je nach Rasse können die Tiere auch gar nicht stundenlang rennen», fügt Alvin Pally an.   Mit den Hunden gehen die beiden Tierpfleger zwei Mal täglich auf einen ausgiebigen Spaziergang: Zum ersten Mal früh morgens, gleich nach Ankunft der Hunde, und nachmittags noch einmal.  

Zeit im Rudel verbringen   Alvin Pally und Peter Steiner bieten einen Rundum-Service: So holen sie die Hunde morgens per Transporter bei ihren Besitzern ab und bringen sie abends wieder zurück. In der Zeit dazwischen können sich die Hunde im Rudel vergnügen, zusammen spielen und voneinander lernen.   «Das Leben im Rudel wäre für einen Hund natürlich. Im Hort haben sie die Gelegenheit dieses Bedürfnis zu befriedigen», sagt Steiner. Er selbst sei zu Hause mit vielen Hunden aufgewachsen und halte noch heute privat drei Vierbeiner.  

«Viele Halter sind sehr auf sich selbst bedacht»   «Viele Halter sind sehr auf sich selbst bedacht. In ihr Tier können sie sich nur bedingt hineinversetzen.» So würden Viele primär Liebe und Kollegialität in ihren Tieren suchen, dabei sei dem Hund eine klare Führung und Struktur wichtiger. Diese Bedürfnisse würden im Rudel abgedeckt, so Hundeinstruktor Peter Steiner.   Für ihn und Alvin Pally ist derweil klar, dass die Entscheidung ihrer Kunden, den Hund in einen Hort zu geben, nicht nur aus Zeitmangel gefallen sei: «Sie wollen ihrem Begleiter etwas Gutes tun.»  

Who’s the Boss?   Derzeit befinden sich in der Dogsafari rund 19 Hunde. «Vom Platzangebot könnte man viel mehr Hunde beherbergen», sagt Alvin Pally. Der 31-jährige Hundeinstruktor hält dies jedoch für unrealistisch.   Schliesslich haben die beiden jetzt schon alle Hände voll zu tun: Einige der Horthunde haben früher als Streuner auf der Strasse gelebt und sind entsprechend eigenwillig.  

Für eine gesunde Hundepsyche   Die beiden Hundesitter engagieren sich für eine naturnahe Tierhaltung. Ein besonderes Anliegen ist ihnen die Freiheit der Tiere: «Hunde wollen nicht nur kuscheln», so Steiner. Oftmals würden sie sich lieber zurückziehen, als ständig im Fokus ihrer Besitzer zu stehen.   Dafür gibt es genügend Raum in der Dogsafari. Lokalisiert in einem alten Industriegebäude nahe des Bahnhofs verfügt der Hundehort über eine geräumige Halle. Einzelne Stellwände und Schlafecken unterteilen die Grossfläche und bieten Rückzugsmöglichkeiten.

Zwei Mal täglich gibt es Auslauf   «Ich sehe kaum je Leute, die zusammen mit ihrem Hund entspannt auf einer Wiese liegen», erzählt Peter Steiner. Im Tagesablauf des Hundes sei Ruhe und Erholung aber ein wichtiger Bestandteil. «Je nach Rasse können die Tiere auch gar nicht stundenlang rennen», fügt Alvin Pally an.   Mit den Hunden gehen die beiden Tierpfleger zwei Mal täglich auf einen ausgiebigen Spaziergang: Zum ersten Mal früh morgens, gleich nach Ankunft der Hunde, und nachmittags noch einmal.   Zeit im Rudel verbringen   Alvin Pally und Peter Steiner bieten einen Rundum-Service: So holen sie die Hunde morgens per Transporter bei ihren Besitzern ab und bringen sie abends wieder zurück. In der Zeit dchen können sich die Hunde im Rudel vergnügen, zusammen spielen und voneinander lernen.   «Das Leben im Rudel wäre für einen Hund natürlich. Im Hort haben sie die Gelegenheit dieses Bedürfnis zu befriedigen», sagt Steiner. Er selbst sei zu Hause mit vielen Hunden aufgewachsen und halte noch heute privat drei Vierbeiner.  

  «Viele Halter sind sehr auf sich selbst bedacht»   «Viele Halter sind sehr auf sich selbst bedacht. In ihr Tier können sie sich nur bedingt hineinversetzen.» So würden Viele primär Liebe und Kollegialität in ihren Tieren suchen, dabei sei dem Hund eine klare Führung und Struktur wichtiger. Diese Bedürfnisse würden im Rudel abgedeckt, so Hundeinstruktor Peter Steiner.   Für ihn und Alvin Pally ist derweil klar, dass die Entscheidung ihrer Kunden, den Hund in einen Hort zu geben, nicht nur aus Zeitmangel gefallen sei: «Sie wollen ihrem Begleiter etwas Gutes tun.»

  Who’s the Boss?   Derzeit befinden sich in der Dogsafari rund 19 Hunde. «Vom Platzangebot könnte man viel mehr Hunde beherbergen», sagt Alvin Pally. Der 31-jährige Hundeinstruktor hält dies jedoch für unrealistisch.   Schliesslich haben die beiden jetzt schon alle Hände voll zu tun: Einige der Horthunde haben früher als Streuner auf der Strasse gelebt und sind entsprechend eigenwillig.  

«Hunde wollen nicht nur kuscheln.»
Peter Steiner, Hundeinstruktor

  Andere haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt und können beim Auslauf nur an der Leine gehen. So etwa Windhündin Luna: «Die würde sonst jeder Katze hinterher. Und sie erwischt sie auch», weiss Peter Steiner.   Dass die beiden Tierpfleger die Autorität im Rudel besässen, wissen die Hunde. An manchen Tagen aber kämen die alten Gewohnheiten der einstigen Streuner zur Geltung. Peter Steiner aber weiss: An den Macken eines Hundes muss man arbeiten. Und das braucht Geduld.

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