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Egg plant neue Kindergräber

Der Egger Gemeinderat will die Gemeinschaftsgräber auf dem Friedhof erweitern und die Kindergräber neu gestalten. Zudem soll ein Ort für die Bestattung von Sternenkindern erstellt werden.

Unterhalb des Rebhanges neben der reformierten Kirche Egg wurde vor rund 10 Jahren ein Gemeinschaftsgrab erstellt. (Bild: Seraina Boner), Der Platz in der Mitte des Gemeinschaftsgrabes erlaubt es den Trauernden, länger auf dem Friedhof zu verweilen. (Bild: Seraina Boner), Der Platz in der Mitte des Gemeinschaftsgrabes erlaubt es den Trauernden, länger auf dem Friedhof zu verweilen. (Bild: Seraina Boner), Momentan befinden sich die Kindergräber direkt am Durchgangsweg neben der Kirche. (Bild: Seraina Boner)

Egg plant neue Kindergräber

Momentan herrscht auf dem Egger Friedhof neben der reformierten Kirche keine beschauliche Stille. Bagger bringen ans Tageslicht, was einst zur Ruhe gelegt wurde, denn bei manchen Gräbern ist die Ruhefrist abgelaufen und sie werden geräumt. Neue Gräber mit Grabstein gibt es in Egg immer weniger. «Dafür werden Gemeinschaftsgräber immer beliebter», sagt Rolf Rothenhofer, Egger Gemeindepräsident. «Rund die Hälfte aller Verstorbenen werden im Gemeinschaftsgrab bestattet.» Bei diesem sind die einzelnen Gräber mit einer einfachen, kleinen Plakette mit dem Namen der verstorbenen Person markiert.

Warum diese Verschiebung zustande kommt, kann Rothenhofer nur vermuten. «Der Wunsch, sich mit einem Grabstein und einem grossen Grab zu präsentieren, ist wohl nicht mehr so stark wie früher – es gehen heute vor allem ältere Leute überhaupt auf den Friedhof.» Bereits vor zehn Jahren wurde darum das Gemeinschaftsgrab auf dem Egger Friedhof neu gestaltet und der Standort verlegt. Statt direkt neben der Kirche ist es nun unterhalb des Rebenhangs angesiedelt, wo ein Platz erstellt wurde, auf dem die Trauernden verweilen können. 

Bestattung von Sternenkindern

Nach wie vor direkt neben der Kirche befinden sich jedoch die Kindergräber. «Der Standort wurde sowohl von Angehörigen als auch von Pfarrpersonen bemängelt», sagt Rothenhofer. Der Grund dafür sei unter anderem die fehlende Privatsphäre, da sich die acht Gräber direkt am Durchgangsweg und auf der «Schattenseite» der Kirche befinden. «Beim letzten Todesfall eines Kindes haben sich die Angehörigen darum entschieden, das Kind im Gemeinschaftsgrab bei den Erwachsenen zu bestatten.» Mit der Umlegung der Gemeinschaftsgräber scheinen die Kindergräber heute zudem vom Rest des Friedhofes isoliert und zu wenig eingebunden. Die Möglichkeit für die Bestattung von Sternenkindern – Babys die vor, während oder direkt nach der Geburt versterben – fehlt komplett. «Früher gab es den Wunsch nach einer solchen Möglichkeit noch gar nicht», sagt Rothenhofer. 

Nun will der Gemeinderat die Möglichkeit prüfen, im Grabfeld neben dem Gemeinschaftsgrab einen Standort für Kinderbestattungen zu schaffen. Auch für Sternenkinder soll dort ein Bereich vorgesehen werden. 

Umsetzung 2018

Der Gemeinderat hat einen Projektierungskredit in der Höhe von 10’000 Franken gesprochen. «Die stark gestiegene Nachfrage nach Bestattungen im Gemeinschaftsgrab bewirkt zudem, dass der Platz der jetzigen Anlage nicht mehr lange ausreichen wird», sagt Rothenhofer. Darum soll ein Landschaftsarchitekt mit dem gesprochenen Kredit eine Neugestaltung vorschlagen. In der Finanzplanung für das Jahr 2018 sind für die Erweiterung und Neugestaltung der Gräber 150’000 Franken vorgesehen.

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