Politik

Burckhardt Compression kommt im ersten Semester nicht auf Touren

Der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression hat im ersten Halbjahr weniger Gewinn erzielt. Wegen anhaltendem Gegenwind im Schiffsmarkt erwartet das Unternehmen erst 2018 ein Verbesserung der Ertragssituation.

Burckhardt Compression kommt im ersten Semester nicht auf Touren

Trotz Sparmassnahmen hat Burckhardt Compression in seinem ersten Geschäftssemester (per Ende September) erneut weniger verdient. Der Reingewinn sank um 12,7 Prozent auf 8,7 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Verantwortlich für den Rückgang des Betriebsgewinns (EBIT) um 20,3 Prozent auf 12,8 Millionen Franken sei die Sparte Systems. Im Schiffsgeschäft herrsche ein aggressives Marktumfeld. Das Betriebsergebnis von Systems sank um 3,7 Millionen auf minus 7,4 Millionen Franken.

Reduzierter Bestellungseingang

Der Absatz von Kompressoren, die beim Transport und der Lagerung von Gas per Schiff eingesetzt werden, harzte wegen Überkapazitäten im Markt. Der Bestellungseingang der Sparte schrumpfte um 4,8 Prozent; konzernweit reduzierte sich der Bestellungseingang um 4,5 auf 212,6 Millionen Franken.

In der Sparte Systems gut entwickelt habe sich der Bereich petrochemische und chemische Industrie sowie Raffinerie. Auch in der zweiten Sparte Services ging der Bestellungseingang zurück – wegen tieferer Nachfrage nach Ersatzteilen. Allerdings konnte die Präsenz in Wachstumsmärkten gefestigt werden, wie es weiter heisst.

Absatzmärkte bleiben herausfordernd

Der Umsatz des Industrieunternehmens, das einst Sulzer gehörte, erhöhte sich im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent auf 287 Millionen Franken – nicht zuletzt dank Übernahmen in China. Die Integration der Shenyang Yuanda Compressor gehe planmässig voran und werde Ende 2017 abgeschlossen sein.

Für das Gesamtjahr 2017 geht Burckhardt davon aus, dass die wichtigsten Absatzmärkte sehr herausfordernd bleiben werden. Nach wie vor erwartet Burckhardt einen Umsatz auf Vorjahresniveau sowie eine Betriebsgewinn- (EBIT) Marge zwischen 6 und 9 Prozent. Eine Erholung der Marge sei für das Geschäftsjahr 2018 zu erwarten. (sda) 

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