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Martin Zingsheim kommt nach Winterthur

Der Komiker und Musiker Martin Zingsheim kommt ins Casinotheater Winterthur. Sein neues Programm «Heute ist morgen schon retro» widmet er seinen ersten fünf Tourneejahren.

Martin Zingsheim kommt nach Winterthur

Der deutsche Komiker und Musiker Martin Zingsheim macht auf seiner Tour auch einen Halt in Winterthur. In seinem neuen Programm «Heute ist morgen schon retro» hat der 33-Jährige Hits aus seinen ersten fünf Tourneejahren neu arrangiert. Diese sowie noch nie gehörte Songs präsentiert Martin Zingsheim am Donnerstag, dem 16. November, im Casinotheater Winterthur.

Herr Zingsheim, Sie gehen mit Ihrem Programm „Heute ist morgen schon retro“ sozusagen auf Best-of Tour. Warum haben Sie sich dazu entschlossen?

Martin Zingsheim: Wahrscheinlich bin ich einfach ein Adrenalinjunkie und brauche regelmäßig eine starke Mischung aus Endorphinen und Angst. Da ist mal flott ein Best-of-Programm mit drei weiteren Musikern anzukündigen schon mal nicht die schlechteste Dröhnung. Ich habe immer gespürt, dass neben den sprach-humoristischen Aspekten noch eine ganze Menge mehr an musikalischen Witz, aber auch an Emotionalität in diesen Liedern steckt.

Welche Highlights bringt das Programm mit sich?

Einige Songs, die ich solo sehr selten gespielt habe, sind in unserem «retro»-Abend zu echten Krachern gereift: Ein apokalyptisch gutes Schlagzeugsolo in unserer Rock`n`Roll-Nummer, eine ekstatische Klarinette in meinem knapp zweiminütigen Flamenco-Unfug oder der Welt furchbarste Geigenbegleitung in einem eh schon kaum auszuhaltenden Mittelalterlied, herrlich!

Eine Hörprobe für alle, die Martin Zingsheim noch nicht kennen (Quelle: Youtube.com): 

 

Sie haben die Hits aus Ihrer fünfjährigen Laufbahn neu arrangiert und neue Songs hinzugefügt. Wie viel Aufwand steckt hinter dem neuen Programm?

Dank meiner kreativen und sich enorm mit einbringenden Mitstreiter zwar viel liebevoller Aufwand, aber stets im engagierten Kollektiv. Die Arrangements, bei denen wir übrigens keine einzige Note aufgeschrieben haben, sind tatsächliche Gemeinschaftsarbeiten, die im gemeinsamen Probenprozess entstanden sind. Ich bin ja vor allem für den Arbeitsbereich «witzig» zuständig, ein Glück, dass ich drei originelle Jungs an meiner Seite habe.

Was bereitet Ihnen nach wie vor Freude am Auftreten?

Dass ich noch nie den Gedanken «nach wie vor» dabei hatte. Ich erlebe es stets als ein verrücktes und ganz und gar frisches Abenteuer, abends von hinter dem Vorhang aus diesen einen Schritt hinaus ins Licht zu gehen und bin dabei immer mindestens genauso gespannt wie das Publikum, ob das gleich gut gehen wird. Eine versemmelte Pointe ist mit das Schlimmste auf Erden. Im Gegenzug sind die beseelten Gesichter der Menschen nach einem gelungenen Abend wirklich unbezahlbar.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus, auf die Karriere bezogen?

Ich habe ganz fest vor, mir nicht allzu viele Pläne auszumalen, da ich davon überzeugt bin, dass sich meistens eh alles ziemlich unverhofft und unvorhersehbar ereignet. Leider kriege ich diesen Vorsatz selten realisiert und bastle bereits an neuen Adrenalinbeschaffungsmassnahmen. Nächstes Jahr beispielsweise darf ich unter dem Motto «Ganz großes Kino» an der Seite des großartigen WDR Funkhausorchesters auf der Bühne stehen. Besser, ich fang jetzt bald mal an, was dafür zu schreiben.

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