Politik

Milch – Freund und Feind des Körpers

Am Tag der Pausenmilch erhalten Schüler in der ganzen Schweiz ein Glas Milch. Dieses stellt eine gesunde Alternative zu Süssgetränken oder Snacks dar – jedoch nur in angemessenem Mass. Zu viel oder zu wenig Milch bringt negative Folgen mit sich, wie ein Arzt bestätigt.

Milch – Freund und Feind des Körpers

Einmal im Jahr besucht die Organisation Swiss Milk Schulen in der ganzen Schweiz. Ziel ist es, auf die Milch als gesunde und stärkende Zwischenverpflegung aufmerksam zu machen. Auch in Winterthur und den umliegenden Gemeinden Wiesendangen und Neftenbach wird der Tag der Pausenmilch durchgeführt. Morgen Dienstag, am 7. November, erhalten die Kinder in der grossen Pause ein Glas Milch.

Kein vollwertiges Nahrungsmittel

Doch wie positiv wirkt sich Milch auf die Entwicklung des Körpers aus? Der «Stadi» wollte es genau wissen und fragte beim Kantonsspital Winterthur nach. «Milch ist grundsätzlich gesund, soll aber in Massen genossen werden», weiss Klaas Heyland.

Der 46-Jährige ist Leitender Arzt für Pädiatrische Gastroenterologie am Departement Kinder- und Jugendmedizin am Kantonsspital Winterthur. Kurzum: Magen-Darmspezialist für Kinder und Jugendliche.

Klaas Heyland gibt zu bedenken, dass zu viel Milchkonsum durchaus negative Folgen mit sich bringen kann. «Milch ist kein vollwertiges Nahrungsmittel. Sie beinhaltet zwar wichtige Nährstoffe, aber auch viele Kalorien.» Diese führen bei einem übermässigen Konsum zu Übergewicht. «Milch soll in die tägliche Mischkost miteinbezogen, aber nicht in Übermassen genossen werden.» Zu einer ausgewogenen Ernährung gehöre sie dazu.

Knochenschwund als Gefahr

Ganz auf Milch zu verzichten könnte aber auch ungesund sein. Klaas Heyland erklärt: «In Milch ist unter anderem viel Kalzium enthalten. Dieses ist ein wichtiger Baustein des menschlichen Knochens. Fehlt es dem Körper an Kalzium, beginnt der Organismus, den Knochen abzubauen – das kann im ausgeprägten Fall bis zur Osteoporose führen.»

Ein Verzicht auf Milch sei zwar möglich, jedoch müssten die fehlenden Nährstoffe ersetzt werden. Milchprodukte wie Käse oder Joghurt seien dafür gut geeignet.  «Sieht man ganz von Milchprodukten ab, ist es sehr wichtig, sich zu informieren, wie man zu den fehlenden Nährstoffen kommt.  Sonst zeigen sich früher oder später Mangelerscheinungen», so der 46-Jährige. 

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