Gute Stimmung, weniger Besucher – und ein bisschen Dieselqualm
Herr Diem, einige Aussteller haben sich über den schwachen Besucheraufmarsch am Donnerstag beklagt, wie war Ihr Eindruck?
Sven Diem: Am Donnerstag hat uns ganz klar das schöne Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür kamen an den folgenden Tagen immer mehr Besucher, und am Sonntag war es richtig voll und die Stimmung war super. Es gab aber auch solche, die waren schon am Donnerstag sehr zufrieden. Bei den Ausstellern kommt es halt auch immer drauf an, was für ein Produkt oder was für eine Dienstleistung sie präsentieren. Und wie sie ihren Auftritt gestalten. Die meisten Aussteller hatten sehr interessante Stände und boten einiges an Unterhaltung.
Wie viele Leute kamen denn an die Messe?
Das ist schwer zu sagen, da wir ja keinen Eintritt mehr verlangen. Im Vergleich zur letzten Messe 2015 waren es sicher weniger, ich schätze mal etwa 16‘000 Besucher. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir nun schon das zweite Mal mit demselben Konzept gearbeitet haben. 2015 waren wohl auch viele Leute hier, die keine typischen Messebesucher waren und einfach mal vorbeischauen wollten, was es Neues gibt.
Und die Anzahl Aussteller?
Da hatten wir vor zwei Jahren etwa 100, diesmal waren es 80, darunter auch einige, die zum ersten Mal dabei waren.
Was hat zu der Abnahme geführt?
Der Hauptgrund war wohl, dass wir die Erlebniswelt, unsere Sonderschau, nicht wie geplant durchführen konnten. 2015 hatten wir dafür einen eigenen, grossen Bereich. Diesmal mussten wir die verschiedenen Aussteller aus dem Bereich Gesundheit auf die Hallen verteilen. Eine grosse Sonderausstellung hätte sicher auch wieder mehr andere Aussteller angezogen.
Wieso hat es nicht geklappt?
Vor zwei Jahren hat die Stadt Uster das Patronat für die aufwändige Sonderschau übernommen. Das kam diesmal nicht zustande. Wir haben der Stadt unser Konzept vorgelegt, aber als es darum ging, Nägel mit Köpfen zu machen, war die Bereitschaft nicht da. Seitens der Stadt hiess es, die personellen Ressourcen seien nicht vorhanden. Ich kann das einerseits verstehen, der Personalaufwand ist gross. Schade ist es trotzdem, und wir hoffen, dass wir in zwei Jahren wieder eine Erlebniswelt haben, die diesen Namen auch verdient.

