Politik

Verbrechen und Detektive im Pfadi-Lager

In der Pfadi Trotz Allem sind Kinder mit Beeinträchtigung willkommen. Am vergangenen Wochenende machte sich die Truppe auf in das zweitägige Pfadilager. Ein Diebstahl hielt die Teilnehmer in Atem. Ein Erlebnisbericht.

Verbrechen und Detektive im Pfadi-Lager

Die Pfadi Trotz Allem (PTA) bietet Kindern und Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung die Möglichkeit, Pfadiluft zu schnuppern. Egal ob im Rollstuhl oder mit Trisonomie 21, in der PTA ist jedermann willkommen. Am vergangenen Wochenende machte die PTA einen Wochenendausflug, bei dem sie die Schweiz zu Fuss und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkundeten. Das Thema des Wochenendes war «Tim & Struppi». Ein Erlebnisbericht.

Am Freitagmorgen startete unser Pfadi Trotz Allem-Wochenende. Wir treffen Tim und laden ihn ein, einen Bericht über uns zu schreiben. Dann fahren wir mit dem Bus nach Töss, laufen von dort nach Brütten und geniessen die schöne Wanderung.

Jedes Lager braucht Regeln

Auf dem Weg finden wir merkwürdige Buchstaben, die am Boden liegen. Vorsichtshalber nehmen wir sie mit, um sie im Lagerhaus dann genauer untersuchen zu können. Nachdem wir unser Lunchpaket gegessen haben, kommen wir auch schon bald im Pfadiheim an. Wie in jedem Lager, erstellen wir einen gemeinsamen Lagerpakt mit Regeln, was immer super funktioniert. Eine Unterschrift von jedem gehört natürlich auch dazu.

Da Tim uns eiskalt sagt, wir hätten keine Ahnung von Detektivarbeit, machen wir ein kleines Training um in Schwung zu kommen. Wir machen einen Postenlauf, bei dem wir Morseschrift entziffern müssen, mit einem Scherenschnitt unsere Fingerfertigkeiten beweisen und vieles mehr.

Der gestohlene Mann

Nach dem Abendessen geschieht ein grausames Verbrechen: ein Kastanienmännchen, das wir gebastelt haben, wird gestohlen. Wir sind uns einig, dass wir den Vorfall erstmals verdauen sollten und am nächsten Tag eine Plan schmieden. Beunruhigt legen wir uns ins Bett und versuchen zu schlafen.

Am Samstag geht es nach Arth-Goldau in den Tierpark. Auf dem Weg treffen wir auf Zeugen, die uns vom vorigen Abend einen kleinen Hinweis zum Täter geben können. Bis wir am Abend, als wir wieder im Pfadiheim sind, wissen, dass es ein dunkelhaariger Brillenträger gewesen sein muss.

Der Koch, ein Dieb?

Diese Beschreibung trifft genau auf unseren Koch zu. Im Geheimen klären wir mit der Polizei ab, wie wir vorgehen müssen mit einem Verbrecher im Haus, da Tim damit keine Erfahrung hat. Leider helfen sie uns aber nicht weiter, da wir noch immer keine handfesten Beweise haben, ausser ein paar Zeugenaussagen.

Deshalb machen wir uns selber auf die Suche und verbringen den restlichen Abend im Wald, mit der Hoffnung, das Verbrechen auflösen zu können.

Ende gut, alles gut

Am Sonntag können wir beruhigt das Pfadiheim wieder auf Vordermann bringen und noch das letzte gemeinsame Essen mit Tim geniessen. Wir haben nämlich herausgefunden, dass ein Künstler, welcher im Wald lebt, unser Kastanienmännchen stahl, weil er unbedingt neue Ideen brauchte für seine eigenen Werke. Das haben wir ihm verziehen und er darf es behalten. (Lara Meier)

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