Dritter Sieg in Folge für den Rugby Club Winterthur
Nachdem bereits die zweite Mannschaft ihr Freundschaftsspiel gegen Zug 2 deutlich mit 55:22 gewonnen hatte, lief die erste Mannschaft am vergangenen Samstag mit viel Selbstvertrauen auf dem Kunstrasenplatz in Unterägeri auf. Nach zwei souveränen Siegen auf dem Deutweg gegen Zürich und Bern, sollte gegen die Zentralschweizer der erste Auswärtssieg der Saison realisiert werden.
RCW hielt dem Ansturm stand
Die Gastgeber starteten jedoch stark in die Partie. Insbesondere in den Scrums setzten sie die Winterthurer unter Druck und konnten somit viel Ballbesitz verzeichnen. Die Abwehrreihen des RCW hielten dem Ansturm jedoch stand und so wurden in den ersten 20 Minuten je zwei Penaltykicks zum 6:6 Zwischenstand ausgetauscht.
Hintermannschaft lief auf Hochtouren
Während die Vordermannschaft des RCW in den Scrums noch etwas Mühe bekundete, lief die Hintermannschaft bald auf Hochtouren. Immer wieder brachen die agilen Centre Berta und Greminger durch die gegnerischen Reihen. Hanif Whyte konnte so einen schön vorgetragenen Angriff der «Backs» zum ersten Try für die Winterthurer abschliessen (13:6).
Kurz darauf erhöhte Enrico Berta mit Try Nummer Zwei auf 20:6. Auch die Vordermannschaft kam nun besser ins Spiel: In der 30. Spielminute tankte sich Max Wendt vor den Augen seiner aus Tahiti angereisten Familie zum 27:6 in die Tryzone. Und mit dem Pausenpfiff schob sich das Paket der Forwards nach einem Line-Out über die Linie und Mark Adam legte den Ball zum 32:6 Pausenstand hinter der gegnerischen Trylinie ab.
Wenig Ballbesitz für die Winterthurer
Wie schon im Spiel gegen Zürich zwei Wochen zuvor, liessen die Winterthurer nach einer hohen Pausenführung in der zweiten Spielhälfte etwas nach. Einen Vorsprung zu «verwalten» – im Fussball ein probates Mittel – ist im Rugby keine gute Idee. Die Winterthurer verzeichneten wenig Ballbesitz und bald konnten die Zuger ihrerseits ihren ersten Try des Spiels zum 34:11 erzielen.
Gestärkte Winterthurer, geschwächte Zuger
Die Gäste aus der Eulachstadt liessen sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und zeigten sich nach dem Schuss vor den Bug wieder angriffslustiger. Ein weiter Kick in die gegnerische Platzhälfte vermochten die Zuger nicht unter Kontrolle bringen und Jeremy Edgecumbe konnte aus kurzer Distanz über die Linie hechten (37:11).
Die Zentralschweizer hatten den anstürmenden Gästen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Zudem waren sie durch zahlreiche Verletzungen geschwächt.
Den zweiten Platz der Qualifikationsgruppe geholt
Es war nur dem Unvermögen einiger Winterthurer Akteure geschuldet, dass in den letzten 20 Spielminuten mit Roland Nagys Try nur noch ein weiterer Versuch erzielt wurde.
Mit dem 44:14 Schlussresultat waren die Spieler und Coaches des RCW jedoch äusserst zufrieden. Die Winterthurer sind auf Kurs und haben sich hinter Leader Lugano auf dem zweiten Platz der Qualifikationsgruppe Ost eingereiht.
Am kommenden Samstag gegen den Tabellennachbar Basel müssen sie mit mehr Gegenwehr rechnen. Ein erster Sieg einer Winterthurer Mannschaft auf der Pruntrutermatte scheint jedoch angesichts der formidablen Herbstform in Reichweite. (Peter Weber)

