Politik

Kampf um Veloverbindung in Hegi

Auf den geplanten Parkbändern in Neuhegi soll Fahrverbot herrschen. Dieser Entscheid der Stadt Winterthur sorgt bei den Veloverbänden und Anwohnern für Unmut: Eine Veloverbindung sei bis vor kurzem immer vorgesehen gewesen.

Kampf um Veloverbindung in Hegi

Vor wenigen Tagen hat der Stadtrat Winterthur die Baubewilligung für zwei Parkbänder erteilt, die künftig den Eulachpark, das Schulhaus Neuhegi und das umliegende Wohnquartier mit dem Bahnhof Hegi verbinden sollen.

Jedoch sorgen diese bereits jetzt für Verständnislosigkeit: Wie der Landbote in seiner heutigen Ausgabe schreibt, sind die Parkbänder nur für Fussgänger vorgesehen. Auf den asphaltierten Wegen soll ein Fahrverbot herrschen. Kurt Egli von Pro Velo Winterthur ist verärgert: Er ist sich sicher, dass das Parkband eine wichtige Veloverbindung vom Quartier und Schulhaus richtig Bahnhof ist.

Eine böse Überraschung

Gemäss dem Landboten sei das Veloverbot kurzfristig und unerwartet gekommen. In allen früheren Planungen, seit 2010, sei immer von einer «Langsamverkehrsverbindung» im Parkband die Rede gewesen.

Dass diese auch sicher umgesetzt wird, wollten der Verkehrsclub Schweiz (VCS) und Pro Velo die Fahrradverbindung 2013 in den Richtplan schreiben. Der Stadtrat lehnte diesen Eintrag ab mit der Begründung, dass die Forderung bereits durch den Gestaltungsplan sichergestellt sei.

Nun das böse Erwachen: Am Ende des Planungsprozesses will die Stadt trotzdem auf die Veloverbindung verzichten. Diese würde nicht mit dem Nutzungskonzept des Parks im Einklang stehen. Ausserdem gebe es im Umfeld der Parkbände bereits ein Netz an attraktiven Veloverbindungen, respektive seien neue Verbindungen in Planung.

Veloverbindung steht im Konflikt mit Parkkonzept

 Auf einen Protestbrief des VCS erläuterte der Stadtrat Mitte Juli seine Begründung detaillierter: Es sei zwar richtig, dass die Veloverbindung 2013 in Aussicht gestellt wurde, jedoch seien Fachleute während der Planung zum Schluss gekommen, dass auf diese verzichtet werden könne.

Grund ist, dass die Veloverbindung keine Netzfunktion erfüllen würde und im Konflikt zum Parkkonzept als Flanierweg stehe. Jedoch sei in der Verlängerung der Ida-Sträuli-Strasse, zwischen Parkband und Solarstrasse, eine öffentliche, durchgehende «Langsamverkehrsverbindung» zwingend vorzusehen.

Klarheit ist gewünscht

Diverse Vereine und Anstösser planen nun, Rekurs gegen die Parkband-Pläne einlegen. «Zusagen des Stadtrats und Gestaltungspläne können sich ändern, wie der aktuelle Fall zeigt», so Kurt Egli gegenüber dem Landboten.

Anwohner und diverse Verbände befürchten, dass das fehlende Stück der Veloverbindung an keiner Stelle realisiert wird. In Hegi hofft man deshalb auf baldige Klarheit über die Velosituation. (red.)

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