Die schöne Wirkung von Stuck kennen fast alle, aus Schlössern, alten Wohnhäusern, repräsentativen Gebäuden oder atmosphärischen Kaffeehäusern. Rosetten über einer Deckenleuchte, dekorative Säulenfüsse und selbst schlichte Profile verwandeln einen Raum in einen Platz, an dem sich Menschen wohlfühlen.
Naturmaterial mit Geschichte
Es zählt zu den ältesten Baumaterialien überhaupt: Ausgrabungen belegen den Gipseinsatz im Hausbau bereits in der Jungsteinzeit. Die Aufgaben des Materials waren im Lauf der Jahrhunderte vielfältig, vom reinen Schutz der Aussenwände vor Wind und Wetter über den feuerfesten Schutz von Holzdecken oberhalb von Kronleuchtern bis hin zum rein dekorativen Einsatz. Der Grundstoff ist damals wie heute derselbe, Gips bzw. Calciumsulfat.
Solche Stuckaturen sind über all die Jahre reine Handarbeit geblieben. Patrick Messerli, der die Stuckmanufaktur in Brüttisellen betreibt, erzählt: «Wir verwenden einen sehr reinen Gips. Unser Grundstoff ist vergleichbar mit Modellgips, weil er wegen der Abbildungsgenauigkeit der Strukturen sehr fein vermahlen sein muss.»
Er und seine Mitarbeiter sind gelernte Gipser; Stuckarbeiten sind nur ein Teilbereich der Ausbildung und das wesentliche Knowhow bildet sich bei der regelmässigen Arbeit mit dem Material.

