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Alte Trouvaillen in neuen Formen

Der Mönchaltorfer Künstler René Naef stellt in der Villa Grunholzer in Uster seine Werke aus. Diese fertigt er aus Materialien wie Holz, Metall oder ausgedienten Gegenständen aus dem Alltag.

Verrostete Türangeln finden in René Naefs Werken gleichwohl Verwendung wie ausgediente Schrauben oder alte Holzbretter. (Bilder: Andreas Leisi), Verrostete Türangeln finden in René Naefs Werken gleichwohl Verwendung wie ausgediente Schrauben oder alte Holzbretter. (Bilder: Andreas Leisi), Verrostete Türangeln finden in René Naefs Werken gleichwohl Verwendung wie ausgediente Schrauben oder alte Holzbretter. (Bilder: Andreas Leisi), Verrostete Türangeln finden in René Naefs Werken gleichwohl Verwendung wie ausgediente Schrauben oder alte Holzbretter. (Bilder: Andreas Leisi)

Alte Trouvaillen in neuen Formen

«Wie auf Schatzsuche sein…» So umschreibt der Mönchaltorfer René Naef die Beschaffung der Grundmaterialien seiner Werke. Naef arbeitet neben seiner Kunst als selbständiger Gärtner. «Ich bin als solcher viel unterwegs und habe die Augen für mögliche Fundstellen immer offen.» Gesucht und gefunden werden Einzelteile von ehemaligen Gebrauchsgegenständen, Zeugen von vergangenen Zeiten, die aufgrund ihrer Form und Patina Geschichten erzählen und so die Fantasie beflügeln können. «Das kann ein uraltes Bodenbrett mit komplett ausgetretener, gewellter Oberfläche sein, das können Füsse eines 200-jährigen Schrankes oder verrostete handgeschmiedete Türangeln sein», so Naef. «Vielen Stücken innewohnend ist eine Zeit, als das Handwerk einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hatte.» 

Naef sieht insofern seine Kunst auch als Brückenschlag: «In der aktuellen digitalen Welt müssen wir achtsam sein, um nicht die Verbindung zu unseren Wurzeln zu verlieren» Und: «Alle Materialien, die ich verwende, sind nachhaltig, also wiederverwertbar.» 

Bewusstes verrosten

Und so durchforstet René Naef, der mit seiner Partnerin seit zwei Jahren im Mönchaltorfer Weiler Brand wohnt und dort genug Platz für eine Innen- und Aussenwerkstatt hat, Mulden, Baugruben und Abbruchhäuser. Aus seinen Fundstücken schafft der Künstler neue Werke, indem er die Dinge beispielsweise bewusst rosten lässt und damit erdige Farben und natürliche Oberflächen erwirkt. Oder er setzt Einzelteile neu zusammen, oft als Tierfiguren, Möbel oder Fahrzeuge. 

Diesen schöpferischen Fluss wird René Naef auch in seiner aktuellen Einzelausstellung in der Villa Grunholzer in Uster thematisieren. Indem er in den Ausstellungsräumen Kunstgestelle, Bilder, Collagen und Objektsammlungen installiert und durch einen Werkplatz ergänzt, wirkt die Ausstellung als Werkstatt-Situation. «Es gibt neben den fertigen Skulpturen einen Werktisch und ein Materiallager und ich versuche so, den Besuchern die Entstehung meiner Objekte aufzuzeigen. Im Laufe der zwei Wochen entwickelt sich die Ausstellung fortlaufend.» (Andreas Leisi)

Die Ausstellung wird in der Villa Grunholzer an der Florastrasse 18 in Uster vom 30. September bis 15. Oktober gezeigt. Die Vernissage findet von 16 bis 19 Uhr statt, mit Künstlergespräch und begleitet von Klavierspiel von Naomi Nakayama.

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