Ravioli - so machen sies in Dürnten
Neonröhren beleuchten die Küche. Strahlendes Weiss hinter dem in dunklen Tönen gehaltenen Shop voller Pasta, Weine, Öle, Balsamico. Man hebt instinktiv den Kopf, schnuppert. Der Duft gerösteter Zwiebeln füllt die Luft. Gianpiero Duò hält die Tür auf. Er trägt eine weisse Schürze und ein blaues Golfcap mit spanischer Flagge.
Eigentlich ist er Italiener. Wie auch seine Mitarbeiterin Angela Buongiorno. Die beiden führen eine Pasta-Manufaktur, die von einer Frau mit italienischer und mexikanischer Vergangenheit erfunden wurde: Jolanda Stoob. Alle nennen sie hier Joly. Die Manufaktur heisst auch so. Jolys Pasta. Die Mutter der Pasta ist seit einigen Jahren pensioniert. Regelmässig schaut sie vorbei, um auszuhelfen. Das hier ist auch heute noch ihr Baby.
Mit Glück zum 20. Geburtstag
Ein Baby, das nur mit einigem Glück dieses Jahr den 20. Geburtstag feiern kann. Nach Stoobs Pensionierung vor drei Jahren übernahm ihr Sohn Diego mit einem Freund, Filippo Russo, die Manufaktur – beide arbeiteten daneben im Vollzeitpensum. Das passte nicht unter einen Hut. Die beiden wollten deshalb das Geschäft aufgeben.

