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Politik

Was sagt die Frau, wenn sie eine Perlenkette will?

Wenn Männer und Frauen auch die gleiche Sprache sprechen – sie meinen nicht immer dasselbe. Über dieses Thema referierten am Dienstagabend Julia und Maya Onken im Stadthofsaal Uster. Zu dem öffentlichen Anlass hatte das Wirtschaftsforum Uster geladen.

«Die Ampel ist grün»: Ein simpler Satz – könnte man jedenfalls meinen. Bei genauerer Betrachtung aber zeigt sich: In den vier Worten steckt einiges an Zündstoff. Und dieser kann schnell entfacht werden. Dann nämlich, wenn nicht das gehört wird, was eigentlich ausgesagt werden wollte.

Das aneinander Vorbeireden ist ein weit verbreitetes Problem. Private und geschäftliche Beziehungen sind davon gleichermassen betroffen, können sich deswegen auflösen. Die Wurzel des Problems indes liegt nicht selten darin, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Arten kommunizieren. Dies jedenfalls förderte am Dienstagabend der öffentliche Anlass im Stadthofsaal Uster zutage. Auf Einladung des Wirtschaftsforums Uster referierten Julia und Maya Onken über die häufigsten Missverständnisse, die in alltäglichen Gesprächssituationen zwischen den Geschlechtern auftreten – und wie sich diese umschiffen lassen.

Aussage wird als Kritik aufgefasst

Das Mutter-Tochter-Gespann hat sich einen Namen gemacht durch zahlreiche Sachbücher, Seminare und Vorträge, unter anderem zu den Themen Persönlichkeitsentfaltung, Coaching und Kommunikation. Dabei befassen sie sich zu einem grossen Teil mit Fragen, die die Psychologie der Frau betreffen – etwa in den verschiedenen Lebensphasen und in Aspekten der Partnerbeziehung. Die 75-jährige Julia Onken wird mitunter als «Alice Schwarzer der Schweiz» tituliert – eine Bezeichnung indes, die die Ostschweizerin nicht für sich reklamieren möchte, wie sie festhielt. Sie wolle lediglich dazu beitragen, dass Frauen ihre Potenziale besser nutzen können.

Wie sich dies im Rahmen der Kommunikation bewerkstelligen lässt, zeigte sie mit ihrer 48-jährigen Tochter anhand von praktischen Beispielen. «Die Ampel ist grün»: Dieser Satz, vom männlichen Beifahrer an die Auto lenkende Frau gerichtet, könne etwa auf der emotionalen Ebene verstanden werden. Dann erzeuge er mitunter gereizte Antworten wie «Ich bin nicht farbenblind» oder «Fährst du oder ich?». Eine schlechte Stimmung oder gar Streit sei dann die Folge – obwohl der Satz eigentlich nur als Information über einen Sachverhalt gedacht gewesen sei, oder als Appell, schnell loszufahren. «Wenn die Kommunikation klemmt, sind Sender und Empfang nicht auf derselben Wellenlänge», sagte Maya Onken, die seit 2011 in Uster die Onken-Academy betreibt.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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