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Damen des Rugby Clubs sind auf Erfolgskurs

Die Winterthurerinnen Anja Mazenauer und Claudia Wetter haben ihre Leidenschaft im Rugby gefunden. Seit 2016 gibt es in Winterthur ein reines Frauenteam des Rugby Clubs Winterthur. Bereits ab der kommenden Saison spielen die beiden RCW-Frauen in der Nationalliga A.

Damen des Rugby Clubs sind auf Erfolgskurs

«Rugby ist keine gefährliche Sportart. Die Angst davor macht sie gefährlich.» Anja Mazenauer weiss, wovon sie spricht: Seit vier Jahren ist die Winterthurerin Mitglied beim Rugby Club Winterthur. Ihre Kollegin Claudia Wetter ist seit 2010 Mitglied des RCW, jedoch  nicht mehr als Spielerin. Sie trainierte früher mit den Männern mit, zog sich dann aber eine Rückenverletzung zu. Dies sei aber kein Grund, dem Rugby Club den Rücken zu kehren: «Ich bin sozusagen das Teammami», erzählt die Winterthurerin.

Für die kommende Saison steht den RCW-Damen ein grosser Schritt bevor. «Wir haben den Schritt gewagt, in die Nationalliga A einzusteigen», erzählt Anja Mazenauer stolz. Das, obwohl es die  RCW-Damen erst seit einem Jahr gibt.

«Eine schöne Entwicklung für den Sport», findet Claudia Wetter. Die 39-Jährige ist eine der Mitgründerinnen des Frauenteams. «Eine Freundin von mir, die in Zürich spielte, machte mich auf Rugby aufmerksam. Im Zürcher Team wollte ich aber nicht spielen – die dortigen Spielerinnen waren mir unsympathisch», gibt die Winterthurerin zu.

In der Eulachstadt gab es zu dieser Zeit aber noch keine Damenmannschaft. Trotzdem entschied sich Claudia Wetter, dem Club beizutreten. «Die wenigen Damen trainierten einfach mit den Männern», so die 39-Jährige.

Reine Frauenmannschaft erst seit 2016

Nachdem klar war, dass sie aufgrund der Rückenverletzung nicht mehr spielen kann, setzte sie sich dafür ein, ein weibliches Team auf die Beine zu stellen. Das gestaltete sich aber schwieriger als erwartet. «Viele trauten sich nicht in ein Probetraining, da dieses auch bei den Männern stattfand. Sie hatten Angst vor den körperlichen Auswirkungen», erzählt Claudia Wetter.

Also setzte sie sich dafür ein, dass es ein Probetraining nur für Frauen gibt. Ihre Hoffnung: Dadurch noch mehr Frauen für Rugby begeistern zu können. «2016 war es dann soweit. Wir konnten viele interessierte Damen begrüssen. Am Ende genügte es, um ein Frauenteam aufzustellen», so die Mitgründerin.

Keine sinnlose Gewalt

Mittlerweile hat sich die Sportart unter den Frauen etabliert, das Team zählt rund 35 Spielerinnen.

Dass Anfängerinnen zu Beginn Respekt vor der Sportart haben, kann die Spielerin Anja Mazenauer gut nachvollziehen. «Diese legt man aber nach und nach ab. Beim Rugby geht es nicht darum, sinnlos und blindlings aufeinander loszugehen. Es gibt hinter jedem Spiel eine Taktik», erklärt die 25-Jährige.

Trotzdem würden kleinere Verletzungen dazu gehören. «Blaue Flecken oder eine Verstauchung sind keine Seltenheiten», fügt die begeisterte Rugby-Spielerin an. Und wer mit Angst oder Unsicherheit in ein Spiel geht, erhöht das Verletzungsrisiko. «Gefährlich wird es dann, wenn eine Spielerin zu wenig konzentriert oder ängstlich ist. Bei einem Einsatz muss man mit dem Kopf voll bei der Sache sein», betont Anja Mazenauer.

Erfahrung mit negativen Äusserungen zum Sport machten sie bisher noch nicht. «Die meisten sind eher beeindruckt, dass man als Frau Rugby spielt und wollen alles darüber wissen», so Claudia Wetter.

Ziel: Die Motivation behalten

Der Schritt in die Nationalliga A würde beide mit Stolz erfüllen. Trotzdem haben die Winterthurerinnen Bedenken. «Wir spielen gegen sehr erfahrene Teams. Ziel ist es, dass unsere Spielerinnen  weiterhin motiviert bleiben – auch nach der einen oder anderen Niederlage», erzählt Anja Mazenauer.

Das erste Spiel geht am Samstag, dem 23. September auf dem Deutweg über die Bühne. «Wir werden das Bestmögliche aus der Partie herausholen», sind sich Claudia Wetter und Anja Mazenauer sicher.

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