oBikes in Velostadt Winterthur: Nötig oder Platzverschwendung?
Sie sind quietschgelb, der Sattel liegt tief und sie fallen sofort auf. Die Rede ist von den oBikes, die seit circa zwei Wochen die Stadt schmücken. Nach dem «Okay» vom Winterthurer Stadtrat nahm die Firma oBike in der Eulachstadt 148 Leihvelos in Betrieb. Sinn und Zweck davon ist, dass Bikesharing betrieben wird.
Über das Handy kann ein freies oBike lokalisiert werden. Auch die Bezahlung der Kaution und der Miete sowie das Auf- und Abschliessen des Rads läuft über eine Handy-App. Braucht man das oBike nicht mehr, wird es abgestellt und verschlossen. Somit kann der nächste Interessent das Bike gebrauchen.
oBike: So funktionierts. (Quelle: Youtube)
Stadtbesichtigung auf dem Velo
Leihvelos in der Velostadt Winterthur – eine super Idee oder überflüssig? Ersteres, findet Renate Kunz aus Winterthur. «Das Konzept der Leihvelos ist genial. Wäre ich in einer anderen Stadt, würde ich das Angebot ganz bestimmt nutzen», schwärmt die 58-Jährige.
Auch Auswärtige sehen in den Leihvelos in Winterthur Vorteile: «Wenn ich mit dem Auto aus dem Tösstal komme, muss ich einen Parkplatz suchen. Mit einem Leihvelo könnte ich das Auto ausserhalb parken und dann in die Stadt radeln», so der 52-jährige Neschwiler.
Mangelnder Platz dafür
Annette Kunz aus Winterthur ist gegenüber den gelben Velos noch skeptisch. «Die oBikes haben nur einen Gang. Eine Steigung kann zum Hindernis werden», findet die 43-Jährige. Ausserdem kritisiert sie, dass die Veloparkplätze in Winterthur sowieso bereits knapp seien.
«Ist es dann wirklich nötig, genau jetzt noch 148 neue Velos in die Stadt zu stellen?», gibt sie zu bedenken. Was denken die anderen Passanten? Lesen Sie alle Meinungen in der Bildstrecke nach.
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