Kindergarten Ohringen wird zwischenzeitlich zur Notunterkunft
Der ehemalige Kindergarten im Seuzacher Ortsteil Ohringen steht seit dem Umzug der Kindergartenabteilung vor einem Jahr leer. Der vorgesehene Umbau zu einer Notunterkunft ist durch eine Beschwerde der Anwohner beim Verwaltungsgericht blockiert, wie aus dem Verhandlungsbericht im September der Gemeinde Seuzach hervorgeht.
Das Gebäude muss aber auch über die Wintermonate – trotz fehlender Nutzung – beheizt und auch periodisch unterhalten werden. Der Gemeinderat entschied deshalb, die Notunterkunft Kirchhügelstrasse 5 auf Mitte Oktober vorläufig zu schliessen und die darin wohnhaften Personen in die Wohnung im ehemaligen Kindergarten zu verlegen.
Exorbitante Kosten für Heizung und Lüftung
Einzelne dieser Personen wohnen nun seit eindreiviertel Jahren in der Zivilschutzunterkunft. Ursprünglich war an einen maximal einjährigen Aufenthalt gedacht. Der Wohnkomfort sei – gerade bei einer längeren Dauer – als sehr dürftig zu bezeichnen. Gemäss dem Verhandlungsbericht verursacht der Betrieb der Anlage zudem exorbitante Kosten. Allein die Kosten für Heizung und Lüftung belaufe sich jährlich auf rund 25‘000 Franken pro Jahr.
Dazu kämen laufende Reparaturaufwendungen, da die Installationen nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt sei. Der Umzug in die leer stehende Wohnung sei damit auf der Hand gelegen. Eine Besichtigung mit der Feuerpolizei habe ergeben, dass punktuelle Anpassungen sowie gewisse sanfte Sanierungsmassnahmen vor einem Bezug vorzunehmen sind. (red)

