Stand-up-Paddler suchen dringend neues Lager
Die Greifensee-Dragons haben ein Problem. Die Scheune an der Ecke Breiti-/Dorfstrasse, in welcher der Verein rund 30 Boards fürs Stand-up-Paddeln aufbewahrt, muss einem Neubau Platz machen. «Ein wenig Bauchweh macht uns die Sache schon», sagt Cony Post, die Vizepräsidentin des Klubs.
Die Kündigung erhielt der Verein im Frühling, Ende September müssen die Boards raus – und bis jetzt haben die Dragons noch keine passende Alternative gefunden. Von der Grösse her würde eine Autogarage reichen. Da ein Hardboard mit Ausrüstung bis zu 20 kg schwer sein kann, muss der Raum in Seenähe sein – das heutige Lager ist knapp 200 Meter vom Ufer entfernt.
Im Klublokal wird es eng
«Wir haben Gespräche mit der Gemeinde und ansässigen Handwerkern geführt, unseren Bekanntenkreis aktiviert und auch über Facebook nach einem Lager gesucht. Aber es scheint aussichtslos zu sein», sagt Cony Post.
Weil die Saison mit dem Herbst zu Ende geht, haben die Greifensee-Dragons noch eine Gnadenfrist bis zum Frühling. Denn vorübergehend können sie die Boards in ihrem Vereinslokal unterbringen. Das befindet sich in der Überbauung Müllerwis und ist damit rund einen Kilometer vom See entfernt. «Es wäre eine Notlösung, denn damit würde sich der Platz in unserem Lokal natürlich drastisch reduzieren», sagt Cony Post.
Ist ein Bauwagen die Lösung?
Falls der Klub über den Winter keine neue Bleibe für seine Boards findet, kommt eine weitere Möglichkeit ins Spiel: «Eine Lösung wäre zum Beispiel ein Bauwagen, den wir kaufen oder mieten könnten», so Post. Bezüglich eines Standplatzes hätten bereits Gespräche mit einer Institution stattgefunden, die allenfalls ein paar Quadratmeter ihres Areals zur Verfügung stellen würde. Dies hat laut Cony Post einen entscheidenden Nachteil. «Mit einem Bauwagen käme einiges an Kosten zusammen.» Und das sei für einen kleinen Verein nicht so einfach zu stemmen.
Ruderregatta das erste Mal mit Stand-up-Paddling
Die meisten Leute kennen die Greifensee-Dragons von ihren spektakulären Auftritten mit ihrem Drachenboot. Doch seit einiger Zeit ist der Klub auch Heimat für Stand-up-Paddler. Gemäss Cony Post, der Vizepräsidentin des Vereins, machen die Steh-Paddler aktuell etwa die Hälfte der Mitglieder aus.
Das Aushängeschild der «Dragons» ist Andi Saurer, der amtierende Schweizer Meister auf der Langdistanz über 14 km. Mit ihm können sich Hobbypaddler als auch ambitionierte Sportler am Wochenende in Niederuster messen. Dort findet im Rahmen der 55. Nationalen Ruderregatta der Ruderklubs Uster am Sonntag zum ersten Mal das Dragons SUP Race statt. In drei Alterskategorien stehen mehrere Distanzen zur Auswahl.
Eine eigene Kategorie über 4 km gibt es für aufblasbare Boards. Diese Gruppe ist laut Cony Post besonders für Einsteiger geeignet. «Blamieren kann man sich nicht, schliesslich hat jeder einmal angefangen.» Junioren bis und mit Jahrgang 2001 paddeln über vier Kilometer, die Distanz für Kinder bis Jahrgang 2005 beträgt 500 Meter. Bereits am Samstag gibt es einen Board-Test eines bekannten Herstellers – sofern das Wetter gut ist. Ebenfalls am Samstag findet ein kostenloses Renntraining mit Andi Saurer statt; Anmeldung online unter www.greifensee-sup-race.ch.
Die Regatta des Ruderklubs beginnt am Samstag mit dem Plauschwettkampf für nicht lizenzierte Ruderer. Am Sonntag startet dann die Haupt-Regatta. Infos: www.rcuster.ch.

