Baufreigabe für Umbau der Schlosshügel-Scheune
Die Stiftung Wagerenhof, die seit Januar 2016 auf dem Schlosshügel Landwirtschaft betreibt, hat die Baufreigabe für einen sanften Umbau der Hofscheune erhalten, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Damit kann die Stiftung zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung schaffen und gleichzeitig wertvolles Kulturgut wiederbeleben und erhalten.
Seit anderthalb Jahren sorgt die Landwirtschaft der Stiftung Wagerenhof wieder für bäuerliches Leben auf dem Schlosshügel. Täglich sind um die sechs Menschen mit Beeinträchtigung zusammen mit ihren Betreuungspersonen vor Ort. Zusammen mit den Fachmitarbeitern schauen sie zu den Tieren, pflegen die Nuss- und Obstbäume, die Beeren- und anderen Sträucher, ziehen Gemüsesetzlinge, jäten und sorgen auch sonst dafür, dass der Schlosshügel ein Ort ist, wo sich Mensch und Tier gerne aufhalten.
Jetzt im Spätsommer sei man vor allem mit Ernten beschäftigt. «Idealerweise können wir das Obst und die Beeren gleich vor Ort verarbeiten», sagt Betriebsleiter Housi Suter. «Rüsten, mosten, verpacken – viele dieser Arbeiten können gut von Menschen mit Beeinträchtigung ausgeführt werden.» Darin liege denn auch der eigentliche Sinn des Projektes Schlosshügel: Ein zusätzlicher naturnaher Arbeits- und Beschäftigungsort mit einem bewusst niedrigen Automatisierungsgrad, wo Wagerenhof-Bewohner handwerkliche Tätigkeiten und die Natur in ihrem saisonalen Rhythmus erleben können.
Denkmalschutz und Biodiversität
Damit solche Arbeiten in der Hofscheune ausgeführt und auch im Winter rollstuhlgängige Arbeitsplätze angeboten werden können, ist eine bauliche Anpassung der Hofscheune erforderlich. So sind etwa ein Reinraum und eine Einmachküche geplant. Lange musste die Stiftung auf die Baubewilligung und Freigabe durch alle involvierten Ämter warten, nun ist es so weit: Alle denkmalschützerischen Auflagen können erfüllt werden, dem Baustart steht nichts im Wege. Andreas Dürst, Gesamtleiter der Stiftung Wagerenhof: «Mit dem Umbau wollen wir auch einen Beitrag zum Erhalt der wunderschönen Scheune leisten. Sie soll wieder ihren ursprünglichen Zweck eines Ökonomiegebäudes erfüllen und die Bevölkerung soll Gelegenheit haben, die bäuerlichen Arbeiten mitzuverfolgen oder sogar daran teilzunehmen.»
Die Finanzierung des Projektes Schlosshügel ist dank Spenden sichergestellt. Noch im September sollen die Arbeiten an der Scheune aufgenommen werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2018 soll sie in Betrieb genommen werden. (zo)
