Velodiebstähle verunsichern Winterthurer
Sie sind der Alptraum eines jeden Velobesitzers: Fahrraddiebe. Dass in Winterthur ab und zu ein Zweirad abhandenkommt, ist allgemein bekannt. Jedoch konnte man auf Facebook in den letzten Tagen eine starke Zunahme an Diebstahlmeldungen beobachten.
Keine zufällige Diebstähle
In diversen Facebookgruppen meldeten sich mehrere Personen, die auf Hinweise rund um das gestohlene Rad hofften. Ihre Wut bleibt dabei nicht unverborgen. «Das ist eine verdammte Sauerei», macht ein Betroffener seinem Ärger Luft. Eine andere Userin hofft, dass die Diebe mit den geklauten Rädern «gottlos uf d’Schnorre gheiet.»
Bei einigen der Diebstähle vermuten die Betroffenen, dass es sich um einen gezielten Einbruch handelte. «Bei uns wurden Kellerabteile aufgebrochen und die teuren Velos mitgenommen. Das ist kein zufälliger Diebstahl», kommentiert eine Userin.
«Züriost» ist zudem ein Fall bekannt, bei dem ein Fahrrad aus dem Garten an der Bürglistrasse gestohlen wurde.
Nicht jeder geht zur Polizei
Auf Anfrage teilt die Polizei mit, dass sie nicht mehr Diebstähle als sonst verzeichnen. Wie Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich berichtet, meldet sich aber nicht jeder Betroffene bei der Polizei.
Doch was kann getan werden, damit es gar nicht zu einem Diebstahl kommt? Auch bei Pro Velo Winterthur ist bekannt, dass die Zweiräder in Winterthur öfters mal mitgenommen werden. Kurt Egli, der Geschäftsführer von Pro Velo Winterthur, rät, darauf zu achten, wo man sein Zweirad abstellt. «Über Nacht sollte das Fahrrad nicht an einer einsamen Stelle stehen. Velostationen bieten den nötigen Schutz vor Gelegenheitsdieben», erzählt der Geschäftsführer.
«Das Velo muss immer abgeschlossen werden»
Ansonsten soll man sein Zweirad in der Nähe vom Publikumsverkehr abstellen, nicht an verlassenen Strassen. «Es ist ein Muss, das Velo abzuschliessen», findet Kurt Egli.
Am besten mit einem Schloss, welches um den ganzen Velorahmen geschlungen werden kann. Ausserdem soll das Velo nicht einfach nur blockiert werden, sondern an den Ständer oder Velohalter angeschlossen werden. «So kann man verhindern, dass es weggetragen wird», so der Pro Velo-Geschäftsführer.
Velo per GPS orten
Für solche, denen das Abschliessen alleine nicht reicht, gibt es auch elektronische Mittel zum Diebstahlschutz. Zum Beispiel einen GPS-Tracker. «Dieser wird am Fahrrad befestigt. Auf einer App auf dem Handy kann man so jederzeit den Standort seines Fahrrads überprüfen», erzählt Kurt Egli.
Es sei von Vorteil, wenn man sein eigenes Zweirad ein bisschen personalisiert, zum Beispiel durch einen farbigen Sattelüberzug oder einen Kleber am Rahmen. Er führt aus: «So steigt der Wiedererkennungswert. Ein Dieb wird sich zweimal überlegen, ein speziell dekoriertes Fahrrad mitzunehmen.»

