Wie wird man Personal Trainer von Lady Diana?
Jason Steele: Sie besuchte das Fitnesscenter in London, in dem ich arbeitete. Ich kümmerte mich eigentlich um einen anderen Kunden, der wie sie vor den offiziellen Öffnungszeiten ins Training kam, um mehr Privatsphäre zu haben. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Da das Center aber relativ klein ist, waren wir jeweils nicht weit voneinander entfernt und es kam auch oft zu Gesprächen. Wir hatten es immer lustig miteinander und ich hatte mich gefreut, als ich die Anfrage erhielt, ihr Personal Trainer zu werden. Das erste gemeinsame Training war dann schon etwas spezieller.
Waren Sie nervös?
Im normalen Training nicht. Wir hatten einen normalen Umgang und ich nannte sie nicht etwa Lady, sondern beim Vornamen, wie in meiner Branche üblich. Erst später gab es Situationen, die mich etwas ins Schwitzen brachten. So schauten wir etwa manchmal während des Trainings Fernsehen und da wurde natürlich auch über das Königshaus berichtet. Wenn im Beitrag ein Kommentar über Dianas Figur fiel, war ich schon angespannt und wartete ihre Reaktion ab, bevor ich etwas sagte. Doch sie nahm solche Nachrichten immer mit Humor. Da wurde mir erst richtig bewusst, wie vorsichtig man sein muss, wenn man die ganze Zeit beobachtet wird.
«Damals hatte noch nicht jeder ein Handy in der Hosentasche, mit dem man Bilder machen kann.»
Mussten Sie eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, als Sie mit dem Training begannen?
Bei anderen Kunden gab es solche Verträge, bei Diana aber nicht. Sie vertraute mir. Vertrauen wird in meinem Beruf gross geschrieben. Bei unserem ersten Treffen wartete ihr Fahrer und Bodyguard noch bei der Reception des Fitnessstudios, danach blieb er jeweils im Auto.
Wer wusste überhaupt von Ihrer prominenten Kundin?
Neben dem Besitzer des Fitnesscenters und einigen Mitgliedern nur meine Eltern.

