«Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen»
Knapp drei Wochen war die Esslingerstrasse, die Hauptachse durch das Mönchaltorfer Industriequartier, wegen Strassenbauarbeiten gesperrt. Seit Mittwoch können die Autofahrer die Strasse wieder benutzen und müssen keine grossräumigen Umfahrungen mehr auf sich nehmen. «Da die Strasse während den Ferien gesperrt war, fuhren grundsätzlich weniger Autos», sagt Gemeindepräsidentin Annemarie Beglinger (FDP). Zu einem grösseren Chaos sei es nicht gekommen. «Die Umleitungen waren gut erkennbar eingezeichnet, dazu standen stets Lotsen bereit, die den Autofahrern die Umleitungen erklärten und den Busverkehr gewährleisteten.»
Fehlende Informationen für Kunden
Für die Gewerbetreibenden in der Industriezone ist es trotzdem eine grosse Erleichterung, dass ihre Geschäfte nun wieder problemlos erreichbar sind. «Wir haben so wenige Kunden, dass wir entschieden, auch weniger Angestellte aufzubieten», sagte Tino Scacchi, Geschäftsführer des Outdoorland Mönchaltorf, nur wenige Tage nach Beginn der Sperrung Anfang August. Nach einem Bericht im ZO/AvU habe sich die Situation aber zum Glück schnell geändert. «Aufgrund der Informationen im Vorfeld meinten viele Kunden, die Geschäfte seien gar nicht erreichbar, was aber nicht stimmte.» Dank den neuen Informationen seien die Kunden bald wieder zahlreich erschienen und das Berater-Team vom Outdoorland konnte wieder in der gewohnten Anzahl beschäftigt werden. «Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen», sagt Scacchi.
An der Beschilderung der Autobahnausfahrt Esslingen, die auch nach Mönchaltorf führt, wurde jedoch nichts mehr verändert. Diese hatte Tino Scacchi kritisiert, da nur die Strassennamen Isenrietstrasse und Mettlenbachstrasse, an denen sich die meisten Adressen im Industriegebiet befinden, angegeben waren. «Doch in der rund dreiwöchigen Zeit der Sperrung liess sich da seitens des Kantons nichts mehr machen», sagt er. Da die Forchautostrasse A52 und die gesperrte Esslingerstrasse Kantonsstrassen sind, hatte die Gemeinde nichts mit deren Beschilderung zu tun. Bei den gemeindeeigenen Strassen habe man laut Gemeindepräsidentin Annemarie Beglinger gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, die sich gemeldet haben, aktiv nach Lösungen gesucht. So wurden etwa einige Quartierstrassen während der Zeit der Sperrung für den Durchgangsverkehr frei gegeben oder Fahrverbote aufgehoben.
Auch Feuerwehr betroffen
Die Feuerwehr, die mit ihren Löschfahrzeugen normalerweise direkt auf die Esslingerstrasse herausfährt, war ebenfalls von der Strassensperrung betroffen. «Die Feuerwehrleute wurden darum bereits vor der Sperrung informiert, wie sie mit ihren Privatautos das Gebäude bei einem Einsatz erreichen können», sagt Sicherheitsvorstand Rudolf Fürst (SVP). Gleich zu Beginn der Sperrung kam es zu zwei Einsätzen am gleichen Tag, die sich jedoch als Fehlalarme herausgestellt hatten. Beim Dritten handelte es sich um den Brand eines Gartenhauses in einem Schrebergarten. Die Feuerwehr habe mit ihren Löschfahrzeugen immer einen Weg durch die Baustelle oder die Umleitungen gefunden. «Oder dann durch die Rabatten entlang der Strasse», sagt Fürst abschliessend.
