Politik

Gemischtes Fussballturnier für das «Miteinander»

Der FC Winterthur und der Behinderten-Sportclub Winterthur veranstalten am Sonntag, 3. September, ein etwas anderes Fussballturnier. FCW-Profis, die Frauen des FC Winterthurs, Fans und Menschen mit Beeinträchtigung spielen in gemischten Teams. Ziel ist es, die Integration und das Verständnis zu stärken.

Gemischtes Fussballturnier für das «Miteinander»

Der FC Winterthur und der Behinderten-Sportclub Winterthur laden zu einem Fussballturnier der besonderen Art ein: FCW-Profis, das Frauenteam, Fans und Menschen mit Beeinträchtigung spielen in gemischten Teams am Sonntag, 3. September, gegeneinander.

Das Turnier  läuft unter dem Motto «Goaaal für alle – erst gemeinsam sind wir komplett». Dies schreiben der FC Winterthur und der Behinderten-Sportclub in einer Medienmitteilung.

Markus Büchi, Co-Präsident des Behinderten-Sportclubs Winterthur, erzählt: «Das Turnier wird bewusst mit gemischten Teams gespielt und soll Grenzen auflösen, Kontakte ermöglichen und aufzeigen, dass alle Menschen ihren Platz haben, weil sie verschiedene Stärken haben.»

 Andreas Mösli, Geschäftsführer des FC Winterthurs, fügt an: «Wir wollen mit der Kraft des Fussballs ein breites Bewusstsein für ein solidarisches Miteinander schaffen.»

«Jeder Mensch hat seine Stärken»

Für einmal geht es bei einem Turnier nicht ums Gewinnen oder das Endresultat, sondern um den gemeinsamen Spass und das Miteinander.

Mit der Vermischung von FCW-Profispielern, Spielerinnen der Frauenmannschaft, den Fans und Menschen mit Beeinträchtigung sollen die Integration und das Miteinander gefördert werden. Alle Turnier-Teilnehmer erhalten am Schluss eine Erinnerungsmedallie.

Um die These «Jeder Mensch hat seine Stärken» zu veranschaulichen, wird neben dem Fussballturnier eine Partie Sitzball gespielt. Eine Schweizer Sitzball-Auswahl wird gegen eine FCW-Auswahl spielen, die dieses Spiel  noch nie gespielt hat.

Beim Sitzball handelt es sich um eine Volleyball-ähnliche Sportart, die bei Menschen mit Beinprothesen beliebt ist. Gespielt wird, wie es der Name bereits sagt, im Sitzen. Der Ball muss mit der Hand über eine Schnur ins gegnerische Feld befördert werden.

Admir Mehmedi als Turnierpate

Neben den Profi-Spielern des FC Winterthur spielt ein weiterer Fussballer eine wichtige Rolle: Der Winterthurer Admir Mehmedi (Schweizer Nationalmannschaft, Bayer 04 Leverkusen) konnte als Turnierpate gewonnen werden.

Der ehemalige FCW-Junior kam als kleiner Junge in die Schweiz. Ihm ist bewusst, wie wichtig eine offene Gesellschaft ist, um Handicaps zu überwinden: Dank dem Fussball fand er schnellen Anschluss und lernte die Sprache.

«Das Turnier zeigt auf eine spielerische Art, dass wir gemeinsam nur gewinnen können», so Admir Mehmedi. Der Stürmer sponsert für alle Teilnehmenden einen Rucksack, Fussball und Sportkappe als Andenken. Der 26-Jährige kann selber am Anlass nicht teilnehmen, da er mit der Schweizer Nationalmannschaft in Riga gegen Lettland um Punkte für die WM-Qualifikation 2018 kämpft.   

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