Ustermer Strassen werden dreidimensional erfasst
Die Strassen, Geh- und Radwege in der Stadt Uster weisen gesamthaft einen Wiederbeschaffungswert von rund 271 Millionen Franken auf. Darin sind auch Kunstbauten wie etwa Brücken enthalten. Damit in die betrieblichen und baulichen Massnahmen der Infrastrukturanlagen zielgerichtet, wirtschaftlich und nachhaltig investiert werden kann, ist es heute unabdingbar, dass die Daten innerhalb der Stadtverwaltung Uster in digitaler Form und direkt am Arbeitsplatz vorliegen, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.
Mit einer «georeferenzierten 3-D-Bildumgebung des Strassenraums» können die Datensätze der Infrastrukturanlagen mit anderen digitalen Daten zusammengeführt und verknüpft werden. Der «infra3D Service» der Firma «iNovitas AG» bringt die Infrastrukturanlagen und ihre Umgebung hochaufgelöst, georeferenziert und dreidimensional direkt an den Arbeitsplatz und verschafft damit einen umfassenden Einblick in den öffentlichen Strassenraum.
Das Projekt hat der Stadtrat an einer Sitzung im Juli bewilligt. Damit die dreidimensionalen Bilder zur Verfügung stehen, müssen zuerst einmalig die Strassenkorridore aufgenommen und mittels Spezialfahrzeug befahren werden. Ein mit mehreren Stereokamerasystemen ausgerüstetes Spezialfahrzeug befährt auf Usters Stadtgebiet alle Strassen, die im öffentlichen Interesse stehen. Die Aufnahmen sind witterungsabhängig und erfolgen voraussichtlich ab nächster Woche. Alle Bilddaten werden anonymisiert, damit sie die datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllen, heisst es in der Mitteilung weiter. (zo)
