Armin Mühlebach, Ihre ehemaligen Ratskollegen werfen Ihnen unter anderem vor, Sie hätten den Dienstweg nicht eingehalten und mangelhaft informiert und kooperiert. Was sagen Sie zu diesen Vorwürfen gegenüber Ihrer Amtsführung?
Armin Mühlebach: Dazu muss ich selber gar nichts sagen, der Bezirksrat hat mich schliesslich rehabilitiert. Er schreibt, für ihn stehe nach der Durchsicht sämtlicher Eingaben der Parteien fest, dass die vom Gemeinderat erhobenen Vorwürfe gegen mich keine Amtsenthebung oder anderweitige disziplinarische Massnahmen rechtfertigten.
Von einer Amtsenthebung war ja aber nicht konkret die Rede gewesen.
Meine ehemaligen Kollegen haben in ihrer Begründung zur Aufsichtsbeschwerde geltend gemacht, dass sie sich eine Zusammenarbeit mit mir nicht mehr vorstellen können, damit beantragten sie implizit eine Amtsenthebung, was auch der Bezirksrat so sieht. Fakt ist: Der Rest des Gemeinderats hat mir das Vertrauen entzogen. Und deshalb bin ich zurückgetreten, ohne auf das Angebot des klärenden Gesprächs mit dem Bezirksrat einzugehen.
Doch wie konnte es zu der aussergewöhnlichen Situation kommen, dass sechs Gemeinderäte beschliessen, nicht mehr mit ihrem Kollegen zusammenzuarbeiten zu können?

