Abo

Politik

Vollsperrung in Mönchaltorf belastet Gewerbe

Seit Samstag ist die Esslingerstrasse in Mönchaltorf wegen Bauarbeiten gesperrt. Zwar verzeichnen angrenzende Geschäfte Umsatzeinbussen – aber nicht alle haben gleichen Anlass zum Klagen.

Vollsperrung in Mönchaltorf belastet Gewerbe

Die Gemeinde Mönchaltorf ist für rund drei Wochen praktisch eine Sackgasse. Die Esslingerstrasse, die das Industriegebiet mit dem Dorfzentrum verbindet, ist wegen Belagsarbeiten gesperrt. Wer von Esslingen her nach Mönchaltorf fahren will, muss eine grosse Umfahrung auf sich nehmen – wer von Uster her in die Industrie will ebenso (siehe Box).

Obwohl die Sperrung erst seit Samstag besteht, verzeichnet man in der Landi bereits seit zwei Wochen einen Umsatzrückgang. «Die offizielle Zufahrt zum Laden ist schon seit Ende Juli zu», sagt Filialleiterin Karin Zellweger. «Vor einem Jahr hiess es noch, die Sperrung dauere nur eine Woche, jetzt sind es aber drei und bereits vorher wurde uns die Zufahrt gesperrt – das ist echt mühsam.» Dazu kommt, dass es den Geschäften nicht gestattet wurde, entlang der Strasse Schilder aufzustellen, um auf ihre Angebote hinzuweisen. «Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, sei dies nicht möglich, lautete die Begründung», sagt Zellweger.

Erste Polizeikontrollen

Einzig einen Hinweis auf die zur Landi gehörenden Tankstelle gebe es am Kreisel. Doch gerade der Tankstellenshop leide unter den grössten Umsatzeinbussen. «In die Landi kommen die Kunden wohl gezielter», sagt die Filialleiterin. «Aber wenn eine Tankstelle nicht erreichbar ist, fährt man einfach zur nächsten.»

Auf der Forchautostrasse A52 ist bei der Ausfahrt Mönchaltorf der Gemeindenamen durchgestrichen  - einzig die Strassennamen Isenrietstrasse und Mettlenbachstrasse, an denen sich die meisten Geschäfte befinden, seien auf orangen Tafeln angeschrieben. «Aber das nützt doch niemandem etwas», sagt Zellweger. «Wer kennt schon die Adressen der Geschäfte, in denen man einkaufen geht?» Die Landi-Kunden erreichen das Geschäft über die Mettlenbachstrasse. Diese darf eigentlich nur von Anwohnern befahren werden. «Am Samstag, am ersten Tag der Sperrung, machte die Polizei bereits Verkehrskontrollen», sagt Karin Zellweger. «Jeder einzelne Kunde musste sich rechtfertigen, warum er die Strasse befuhr.» Für sie ist die Strassensperrung eine grosse, mühsame Geschichte.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.