Politik

Das Tor zum Industrieareal

Winterthur ist heute die sechstgrösste Stadt der Schweiz und ein beliebtes Ziel für Touristen. Seit der Gründung der Eulachstadt im Jahr 1246 hat sich einiges getan. In der Serie «Zeistsprung» vergleicht Peter Niederhäuser bekannte Orte und Gebäude von damals mit heute. Die auffallende Architektur des Kesselhaus bildete das Tor zum Industrieareal.

Das Tor zum Industrieareal

Wie eine Festung erscheint das Kesselhaus auf dieser mittlerweile schon historischen Ansicht. 1954 bis 1957 entstand anstelle eines älteren Gebäudes die heutige Heizzentrale, welche die Sulzerfabrik mit Wärme versorgte; der Kessel stammte natürlich von Sulzer.

Die auffallende Architektur bildet das Tor zum Industrieareal und erscheint wie eine Antwort auf die längst abgerissenen Tore der Altstadt. Als ländliche Ergänzung setzt das Bahnwärterhaus im Laubsägelistil einen Kontrapunkt.
 

Industrieller Charme

Mit der Neugestaltung der Strassenkreuzung ist die Situation fast nicht mehr wiederzuerkennen. Ein Deckel überbrückt die Zürcherstrasse, anstelle des Bahnhäuschens flitzen Fahrräder Richtung Tössfeld.

Das Kesselhaus selbst liegt nicht mehr inselartig auf einer Stützmauer auf, sondern öffnet sich gegen den Vorplatz, passend zur neuen multifunktionalen Nutzung, die den industriellen Charme in die Zukunft weiterführt .

Das Bild der Vergangenheit stammt aus dem elektronischen Bildarchiv der Winterthurer Bibliotheken. Hier sind über 40‘000 historische Fotos online abrufbar.

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