Politik

Der Start ist geglückt

Die Winterthurer Robin und Sarah (RoSa) starten am 25. Juli mit einer Weltreise. Auf «Züriost» berichten sie regelmässig über ihre Abenteuer. Ein Fazit der ersten Reisewoche.

Der Start ist geglückt

Nun sind wir schon eine Woche unterwegs. Diese eine Woche fühlt sich eigentlich schon ziemlich lang an, obwohl wir noch mindestens bis Ende Januar auf Reisen sind. Die ersten sieben Tage verbrachten wir auf den Färöer Inseln. Diese 18 Inseln kennen die meisten nur vom Fussball, denn die Schweiz hat gegen die Färinger im WM-Quali Spiel gewonnen.

Wo die Färöer Inseln aber genau liegen, das wissen die wenigsten. Oberhalb von Schottland und westlich von Norwegen befindet sich diese Inselgruppe mit einer Bevölkerung von knapp 50 000 Einwohnern. Die Landschaft Färöers ist wunderschön.

Einspurige Tunnel

Sanfte Hügel, steile und steinige Klippen, viele Schafe und geschwungene Strassen. Auch die unterirdischen Tunnel, die einige Inseln und Ortschaften miteinander verbinden sind speziell. Zum Teil sind sie einspurig und nicht beleuchtet. Am Anfang des Tunnels ist gekennzeichnet, welche Seite Vortritt hat. Hast du kein Vorfahrtsrecht, musst du bei jedem entgegenkommenden Auto in die Ausbuchtungen im Tunnel fahren, um die Durchfahrt zu gewähren.

Ein Tunnel, der die kleine Ortschaft Gasadalur ans Strassennetz anschliesst, wurde erst 2006 eröffnet. Bis vor 11 Jahren konnte man den Ort nur per Helikopter oder zu Fuss besuchen. Auch wurde die Post jeden Tag zu Fuss über die Bergstrasse gebracht. Der Postbote, der diesen sportlichen Job 50 Jahre lang bis zur Eröffnung des Tunnels ausführte, wurde für seine besonderen Dienste mit einer eigenen Briefmarke gewürdigt.

Ohne Auto ist man aufgeschmissen

Für unsere Zeit hier auf den Inseln haben wir ein kleines Auto gemietet, das sich als ziemlich wichtig entpuppte. Ohne Auto wären wir wohl kaum an viele schöne Orte gelangt.

Es gibt natürlich einen öffentlichen Bus, aber die Bushaltestellen sind bei weitem nicht so nahe beieinander wie in den Schweizer Dörfern. So fuhren wir zu Klippen, machten Wanderungen auf den höchsten Berg der Färöer Inseln (880 Meter über Meer).

Eine zweitägige Nationalfeier

Ausserdem lernten wir an der zweitägigen Nationalfeier einiges über die Färinger. In bunten Trachten versammelte sich die ganze Insel in der Hauptstadt Torshavn. Zu Ehren des Königs Olavs wurde gefeiert, getanzt und miteinander gesungen.

Diese Zeilen schreiben wir von einem «Bed and Breakfast» in Sandavagur mit Blick auf den Atlantik. Es gibt auf den Färöer Inseln nämlich genau einen einzigen Ort, der keinen Meerblick hat.

13 Grad im Sommer

An den Meerblick könnte man sich gewöhnen, an die Temperaturen definitiv nicht. Mit Durchschnittstemperaturen von 13 Grad im Sommer sind warme Pullis und Jacken an der Tagesordnung. Bald geht es weiter nach Island, wo wir die nächsten drei Wochen verbringen werden. Alles Liebe, RoSA. 

Fehler gefunden?

Jetzt melden.