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Gemeinderat setzt weitere Videoüberwachung ein

Auf dem Egger Kunstrasenplatz wurden vier Überwachungskameras installiert. Diese sollen Vandalismus an der neu erstellen, kostspieligen Anlage vorbeugen. Bisher hatte man in der Gemeinde mit der abschreckenden Wirkung der Kameras und Hinweisschildern Erfolg.

Die Sportler auf dem neuen Kunstrasenplatz in der Kirchwies werden von Videokameras beobachtet. (Archivbild: Robert Pfiffner)

Gemeinderat setzt weitere Videoüberwachung ein

Nach Gemeinden wie Mönchaltorf, Hittnau oder Lindau zieht nun auch Egg mit der Überwachung ihrer Schulanlagen nach – genauer gesagt ihres neuen Kunstrasenplatzes in der Kirchwies. Nachdem die Bevölkerung im Herbst 2015 den Kredit über 3,7 Millionen Franken bewilligt hatte, wurde das Bauprojekt Anfang Jahr abgeschlossen und alle Egger Fussballmannschaften sowie weitere Vereine nutzen ihn mittlerweile für ihr Training.

Damit die Anlage nicht Opfer von Vandalenakten wird, hat der Gemeinderat im Dezember 2016 beschlossen, sie mit Videokameras auszurüsten. Die vier Kameras im Gesamtwert von rund 10‘000 Franken wurden sowohl um das Spielfeld als auch am Garderobengebäude angebracht. Die Kameras können die Bilder, neben der Übertragung in Echtzeit, auch aufzeichnen, heisst es im Sitzungsprotokoll des Gemeinderates. Dies würde es ermöglichen, bei einem Ereignis wie etwa Sachbeschädigung oder Übergriffen auf Personen eine Auswertung der Aufnahmen vorzunehmen. Das Aufzeichnungsmaterial muss dabei nach spätestens 100 Tagen vernichtet werden.

Nur wenige Kameras im Gemeindegebiet

Laut Gemeindeschreiber Tobias Zerobin scheinen die Kameras und die dazu gehörigen Hinweisschilder die gewünschte abschreckende Wirkung zu haben. «Bisher kam es zu keinen Vorfällen, die eine Prüfung der Aufnahmen gefordert hätte», sagt er. Neben den Kameras auf der Kunstrasenanlage gibt es in der Gemeinde Egg nur beim Werkhof noch weitere Aufnahmegeräte. Diese sind seit 2012 in Betrieb, da sich mehrfach unbefugte Personen ausserhalb der normalen Öffnungszeiten auf dem Areal befanden.

Was die Schulanlage Kirchwies angeht, gibt es laut Tobias Zerobin keinen Anlass, weitere Teile des Areals mit Kameras auszurüsten. «Wir streben bezüglich Videoüberwachung keine amerikanischen Verhältnisse an, sondern wollen zurückhaltend sein», sagt Zerobin. Auch auf dem Werkhof hätten die Kameras genügend abschreckende Wirkung gezeigt, denn seither habe es dort keine Probleme mehr gegeben. Deshalb musste bisher noch gar kein Material der gemeindeeigenen Kameras ausgewertet werden.

Bahnhof Esslingen bereits überwacht

Die Haltestellen der Forchbahn, die von der Forchbahn AG unterhalten werden, sind wiederum zum Teil mit Kameras ausgerüstet. «Alle neueren Fahrzeuge sind videoüberwacht und alle Haltestellen werden bei Umbauprojekten laufend mit Videoüberwachungssystemen ausgerüstet», sagt Hanspeter Friedli, Leiter Produktion der Forchbahn AG.

In der Gemeinde Egg ist erst der Bahnhof Esslingen mit Kameras bestückt. Und genau dort kam es vor einigen Wochen zu einem Überfall auf einen Pendler. Laut Friedli sei das Filmmaterial der Polizei übergeben worden.

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