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Baby-Papagei vermisst

Auf der Facebook-Seite «Du bisch vo Uster wenn...» sucht eine Ustermerin nach ihrem Papagei. Dieser ist am Montagnachmittag davongeflogen.

Die beiden Agaporniden Kiko und Lupi sind - fast - unzertrennlich. (Bild: zvg), Die beiden Agaporniden Kiko und Lupi sind - fast - unzertrennlich. (Bild: zvg), Die beiden Agaporniden Kiko und Lupi sind - fast - unzertrennlich. (Bild: zvg)

Baby-Papagei vermisst

Agaporniden sind eine Gattung von kleinen afrikanischen Papageien, die auch als «Unzertrennliche» bekannt sind. Dies, weil sie eine starke Paarbindung haben, die oftmals ihr ganzes Leben lang hält. Doch ein Ustermer Tier sitzt momentan alleine in seinem Käfig.

Am Montagnachmittag nahm er gemeinsam mit seinem Gefährten Reissaus. Zwar sei der Käfig geschlossen gewesen, betont ihre Besitzerin. «Aber die Papageien haben es geschafft, das Türchen zu öffnen.» Beide seien daraufhin durch das geöffnete Fenster weggeflogen. Einer der Vögel, Lupi, konnte noch am selben Tag eingefangen werden, denn gegen Abend flog er in eine Wohnung in der Nähe. «Ich glaube, er hat sich einen Platz für die Nacht gesucht», sagt die Besitzerin. Sie habe den Vogel mit der Hilfe von Knabberkörner in eine Box locken und wieder nach Hause bringen können.

Hilferuf auf Facebook

Doch der zweite Vogel, Kiko, sei nach wie vor unauffindbar. Darum sucht sie nun über die Facebook-Seite «Du bisch vo Uster wenn...» nach Hinweisen. «Er ist sicher in Uster irgendwo unterwegs, sie können nicht weit fliegen», schreibt sie in ihrem Post. Da er erst sieben Wochen alt sei, sei der kleine Vogel auch noch sehr scheu.

Ihr extremes Paarverhalten hat den Agaporniden auch den Übernamen «Lovebirds» eingebracht. Auf der Website der «Agapornidenhilfe» wird denn auch betont, sie sollten niemals allein, sondern immer als Paar gehalten werden. Ein Mensch könne niemals der Ersatz für einen Vogel sein. «Ist ein Partnervogel gestorben oder besitzt man nur einen Agarporniden, so sollte der Einzelne unbedingt einen artgleichen gegengeschlechtlichen Partner bekommen, da sich sonst schwere psychische Störungen bei den Vögeln einstellen können.»

Dass «Lupi» seinen Gefährten vermisst, sei merklich spürbar. «Er piepst die ganze Zeit verzweifelt.» Sie lasse jetzt immer das Fenster offen, damit Kiko jederzeit zurück kommen könnte.

Wer den Vogel gesehen hat, wird gebeten, sich möglichst schnell via Facebook bei der Besitzerin zu melden. Diese hat das Käfigtürchen mittlerweile mit Wäscheklammern noch besser fixiert.

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