Wer Stefan Kaufmann besucht, braucht nicht lange zu studieren, weshalb gerade er die Wetziker Poller wieder zum Thema macht. Der Landwirt wohnt an der Schönenwerdstrasse, die von Medikon Richtung Sack führt. Man könnte sie auch als die Wetziker Poller-Allee bezeichnen: Fast durchwegs ist die Strasse gesäumt von massiven Granitpfosten.
Irrwitzig häufig
Teilweise treten die Poller fast irrwitzig gehäuft auf. Keine 50 Meter von Kaufmanns Hof entfernt stehen beispielsweise drei von ihnen hintereinander. «Ich habe bei der Stadt nachgefragt, was das soll.» Die Antwort: Die Poller markieren den Beginn einer Regenrinne. Weshalb dafür gleich drei Poller nötig sein sollen, kann sich Kaufmann auch nicht erklären. Die Antwort der Stadt lässt ihn ratlos zurück. «Es heisst dann immer, das habe die Stadtplanung so gewollt.» Laut Tiefbauamt kostet ein Poller fertig versetzt 650 Franken.
Nun will Kaufmann vom Stadtrat aber Antworten. Er hat eine Anfrage gestellt, die die Behörde in spätestens sieben Wochen beantworten muss. Kaufmann will wissen, wo und wie viel Wetzikon im Strassenbau sparen kann.
Gegen den verkehrsberuhigenden Effekt der Poller hat Kaufmann nichts - «aber das ginge auch günstiger». Jeder Poller, aber auch jede Pflastersteinfläche müsse mit einem Fundament unterlegt sein. Das gehe ins Geld.

