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Neues Polizeiauto muss in Egg viel aushalten

Die Egger Gemeindepolizei hat ihr neues Einsatzfahrzeug erhalten. Die Polizisten freuten sich im Vorfeld schon auf das Auto, das rund um den Pfannenstiel eingesetzt wird.

Dienstchef Oliver Zimmermann, stellvertretender Dienstchef Matthias Rüegg und Gemeindepolizist Christian Wolf mit dem neuen Einsatzfahrzeug bei einer Patrouille am Greifensee. (Bild: zvg), Die Gemeinde Egg hat den Mercedes bei der Emil Frey AG in Volketswil gekauft. (Bild: Facebook Emil Frey AG Volketswil), Die Gemeinde Egg hat den Mercedes bei der Emil Frey AG in Volketswil gekauft. (Bild: Facebook Emil Frey AG Volketswil)

Neues Polizeiauto muss in Egg viel aushalten

«Die Vorfreude auf das neue Fahrzeug war gross», sagt Oliver Zimmermann, Dienstchef der Egger Gemeindepolizei. Seit Anfang Juni fahren er und seine zwei Mitarbeiter mit einem neuen Mercedes Offroader durch ihr Einsatzgebiet. Das bisherige Auto war während neun Jahren im Einsatz – lange für ein Polizeiauto. Grundsätzlich werden Polizeifahrzeuge nach sechs Dienstjahren und/oder 200’000 Kilometern ersetzt. «Unser bisheriges Fahrzeug war nach sechs Jahren noch in einem guten Zustand und musste deswegen noch nicht ersetzt werden sondern erst später», sagt Zimmermann.

Hohe Belastungen

Das neue Auto kostete 105’000 Franken, davon wurden über 40’000 Franken nur für die nötigen Einbauten aufgewendet. Die Blaulichtanlage allein kostete rund 10’000 Franken. «Ein Polizeifahrzeug ist grundsätzlich massiv höheren Belastungen ausgesetzt als ein normales Personenfahrzeug», heisst es im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom Oktober, als der Kredit für die Neuanschaffung bewilligt wurde. Es gelte die Regel, dass ein Polizeifahrkilometer rund 2,5 Kilometer an Fahrleistung eines normalen Fahrzeuges entspricht, da der Patrouillendienst eine ausgeprägte stop and go Fahrweise erfordere. «Zudem entspricht das Fahrzeuggewicht einem voll beladenen Fahrzeug, da der Innenausbau und die notwendige Ausrüstung sehr schwer sind.» 

Weitläufiges Einsatzgebiet

Im Gegensatz zu einem Fahrzeug der Kantonspolizei muss eine Gemeindepolizei nämlich sowohl die verkehrspolizeiliche wie auch die normale Ausrüstung mitführen. «Unter ‹verkehrspolizeilicher Ausrüstung› versteht man Einsatzmittel wie Faltsignale, Molankegel, Blitzleuchten, Ölbinder, Abschleppseil oder Unfallaufnahmematerial», sagt Oliver Zimmermann. Die weitere Ausrüstung setzt sich aus schweren Westen, schweren Helmen, Zusatzbewaffnung, Chipleser für Tieridentifikation, Fotoapparat oder Ausweisprüfgerät zusammen. «Zudem führen wir noch Materialien zur ersten Hilfe wie ein Defibrillator und ein Feuerlöscher mit.»

Durch das weitläufige Gebiet, das die Gemeindepolizei rund um den Pfannenstiel abdeckt, ergeben sich zahlreiche, unterschiedliche Einsätze an diversen Örtlichkeiten und dies zu allen Jahreszeiten. Daher fiel die Wahl auf einen Offroader. «Wir verstehen uns als bürgernahe Polizei», fügt Oliver Zimmermann hinzu. «Es ist uns ein Anliegen, während unseren Patrouillen auch den Kontakt mit unserer Bevölkerung aktiv zu suchen.» Dazu steigt die Besatzung regelmässig aus dem Fahrzeug aus und wieder ein. Dies wird durch die erhöhte Sitzposition vereinfacht.
«Gleichermassen zählt für uns diese Sitzposition auch im täglichen Einsatz als Pluspunkt, da die dadurch bessere Sicht gerade bei Dringlichkeitsfahrten deutlich besser ist, als beim Vorgängermodell.» Je nach Personalressourcen befindet sich die Gemeindepolizei drei bis fünf Stunden pro Tag auf Patrouille. Dabei steht ihr neben dem neuen Mercedes auch ein E-Bike und ein normales City-Bike zur Verfügung.

 

 

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