«Die Vorfreude auf das neue Fahrzeug war gross», sagt Oliver Zimmermann, Dienstchef der Egger Gemeindepolizei. Seit Anfang Juni fahren er und seine zwei Mitarbeiter mit einem neuen Mercedes Offroader durch ihr Einsatzgebiet. Das bisherige Auto war während neun Jahren im Einsatz – lange für ein Polizeiauto. Grundsätzlich werden Polizeifahrzeuge nach sechs Dienstjahren und/oder 200’000 Kilometern ersetzt. «Unser bisheriges Fahrzeug war nach sechs Jahren noch in einem guten Zustand und musste deswegen noch nicht ersetzt werden sondern erst später», sagt Zimmermann.
Hohe Belastungen
Das neue Auto kostete 105’000 Franken, davon wurden über 40’000 Franken nur für die nötigen Einbauten aufgewendet. Die Blaulichtanlage allein kostete rund 10’000 Franken. «Ein Polizeifahrzeug ist grundsätzlich massiv höheren Belastungen ausgesetzt als ein normales Personenfahrzeug», heisst es im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom Oktober, als der Kredit für die Neuanschaffung bewilligt wurde. Es gelte die Regel, dass ein Polizeifahrkilometer rund 2,5 Kilometer an Fahrleistung eines normalen Fahrzeuges entspricht, da der Patrouillendienst eine ausgeprägte stop and go Fahrweise erfordere. «Zudem entspricht das Fahrzeuggewicht einem voll beladenen Fahrzeug, da der Innenausbau und die notwendige Ausrüstung sehr schwer sind.»
Weitläufiges Einsatzgebiet
Im Gegensatz zu einem Fahrzeug der Kantonspolizei muss eine Gemeindepolizei nämlich sowohl die verkehrspolizeiliche wie auch die normale Ausrüstung mitführen. «Unter ‹verkehrspolizeilicher Ausrüstung› versteht man Einsatzmittel wie Faltsignale, Molankegel, Blitzleuchten, Ölbinder, Abschleppseil oder Unfallaufnahmematerial», sagt Oliver Zimmermann. Die weitere Ausrüstung setzt sich aus schweren Westen, schweren Helmen, Zusatzbewaffnung, Chipleser für Tieridentifikation, Fotoapparat oder Ausweisprüfgerät zusammen. «Zudem führen wir noch Materialien zur ersten Hilfe wie ein Defibrillator und ein Feuerlöscher mit.»

