Erik Boller sitzt seit Kurzem als Parteiloser im Wangen-Brüttiseller Gemeinderat. «Es waren viele Mosaiksteinchen, die mich schliesslich zum Austritt aus der SVP bewegt haben», sagt er. So sei er je länger je weniger mit dem «kompromisslosen und manchmal radikalen» Stil der Kantonalpartei einverstanden gewesen.
«Diese reisserischen, dummen Plakate – damit konnte ich mich einfach nicht mehr identifizieren. Dies gerade auch im Zusammenhang mit der Abstimmungen über die Personenfreizügigkeit oder die Energiestrategie 2050. «Dazu hatte ich eine klar andere Meinung als die SVP», hält Boller fest. Für ihn muss in einer Partei eine gewisse Meinungsvielfalt möglich sein. Doch die Ortspartei Wangen-Brüttisellen übernehme ohne Diskussionen automatisch die Haltung der Kantonalpartei.
«Diese reisserischen, dummen Plakate – damit konnte ich mich einfach nicht mehr identifizieren.»
Erik Boller - ehemaliger SVP - Gemeinderat in Wangen Brüttisellen
Extremere drängen in den Vordergrund
«Dazu kommt, dass in der Ortspartei immer mehr Vertreter der Jungen SVP in den Vordergrund drängen, und die sind politisch einfach extremer.» Dabei sei man auf Gemeindeebene oftmals auf eine Art und Weise mit Problemen konfrontiert, die einen Kompromiss nötig mache.

