50’459 Personen und 116 Organisationen unterstützen die laufende Petition für eine Kastrationspflicht von Freigänger-Katzen. Damit haben das in Esslingen ansässige Network for Animal Protection (Netap) und die Stiftung für das Tier im Recht die Hälfte der angestrebten 100’000 Unterschriften zusammen.
«Wir haben nicht die Mittel, um eine Volksinitiative zu finanzieren», sagt Netap-Präsidentin Esther Geisser, «deshalb möchten wir dem Gesetzgeber mit möglichst vielen Unterschriften zeigen, wie viel Unterstützung unser Anliegen in der Bevölkerung hat.» Gestartet wurde die Petition im Frühjahr vergangenen Jahres; sie dauert noch bis März 2018.
Weniger Katzen - mehr Vögel
Für Esther Geisser ist es unverständlich, weshalb das Thema nicht längst von der Politik aufgegriffen wurde. «Weil sich viele Freigänger-Katzen unkontrolliert und zum Teil auch mit verwilderten Katzen paaren können, haben wir in der Schweiz bis zu 300’000 herrenlose Tiere, die oft in einem gesundheitlich schlechten Zustand sind.»
Eine Kastrationspflicht würde gemäss Geisser die Verbreitung von Krankheiten eindämmen, «und eine kleinere Population wäre auch gut für die Vogelwelt».

