Das Projekt taucht auf der Homepage nur noch auf der Werkliste auf: als gewonnenes Investorenprojekt. 36 Reihen- und Doppeleinfamilienhäuser wollte die Firma Rutishauser auf dem Wilemer Bauland Ghöngg bauen. Kostenpunkt: 32 Millionen Franken. Der Baubeginn war für das Jahr 2018 geplant. Die erste Etappe sollte 2019 fertiggestellt sein. Jetzt ist die Investorin zurückgerudert, weil die Gefahrenkarte für das Bauland sie offenbar beunruhigte.
Zwei Drittel des Baulandes gehören der Gemeinde Wila, der Rest der Furrer Immobilien AG und René Ledermann aus Wila. Die Gemeinde versprach sich vom Verkauf der Bauparzellen den «Zuzug neuer Steuerzahler», die mehr Geld in die Gemeinde brächten. Ausserdem würden die Zuzüger für eine sinnvolle Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur, beispielsweise der Schulen sorgen, erklärte die politische Gemeinde 2010 im privaten Gestaltungsplan «Ghöngg».
Stockende Verhandlung
Während die Grundeigentümerin Furrer Immobilen AG Häuser bauen und schlüsselfertig verkaufen wollte, stand für die Gemeinde fest, nicht selbst als Investorin aufzutreten, sondern die baureifen Baufelder zu verkaufen. Der Buchgewinn wurde in der Jahresrechnung 2016 der politischen Gemeinde auf 2,7 Millionen Franken beziffert. Die Gemeinde Wila stand schon seit Jahren in Verhandlungen mit der Rutishauser AG. Dass die Firma ihr Kaufangebot nun zurückgezogen hat, kam für die Gemeinde aber trotzdem nicht plötzlich.
Nachdem sich die Ausarbeitung des Kaufvertrages verzögert hatte und die Verhandlungen in den letzten Monaten ins Stocken geraten waren, sei der Rückzug Rutishausers keine Überraschung gewesen, sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Meier (SVP). Mark Rutishauser, Geschäftsführer und Inhaber der Rutishauser AG, erklärt: «Mit der Gefahrenkarte, in der das Baugebiet im Ghöngg teilweise als Massenbewegungsgebiet mit mittlerer Gefährdung eingetragen ist, hat sich die Bausituation für die Rutishauser AG verändert. Dies hat uns veranlasst, unser Kaufangebot zurückzuziehen.»

