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Zwei weitere Angestellte verlassen Pfarrei

In der Katholischen Kirche Egg brodelt es weiter. Während die Untersuchungen wegen einer Aufsichtsbeschwerde laufen, werden zwei weitere Abgänge bekannt. Der Grund dafür ist für viele Mitglieder der Kirchgemeinde klar.

In der Katholischen Kirche Egg brodelt es: Zwei weitere Abgänge wurden vermeldet. (Archivbild: Seraina Boner)

Zwei weitere Angestellte verlassen Pfarrei

Mehrere ehemalige Mitarbeiter der Katholischen Kirche Egg nannten als Grund für ihre Kündigungen Fulvio Gamba. Dieser ist schon seit mehreren Jahren in der Gemeinde aktiv – die Kündigungen, die gemäss den Betroffenen aufgrund seines Verhaltens ausgesprochen wurden, reichen ebenso viele Jahre zurück. Seit der Wahl Gambas zum Egger Pfarrer im November werden immer mehr Stimmen laut, die ihm Mobbing gegenüber seinen Mitarbeitern vorwerfen (wir berichteten).

In der aktuellen Ausgabe des Pfarrblattes, dem Informationsorgan der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, wurden nun zwei weitere Abgänge bekanntgegeben. So verlassen ein Pastoralassistent und ein Diakon im Juli beziehungsweise Oktober die Pfarrei, sie haben bereits neue Stellen in Aussicht.

Laut Anwalt Dario Zarro, über den die Kirchenpflege mittlerweile kommuniziert, sind die Autoren der Meldung Pfarrer Fulvio Gamba und Kirchenpflegepräsident Louis Landolt. Der Text sei vorgängig mit den beiden Mitarbeitern abgesprochen worden. Darin heisst es, beide suchten «eine neue Herausforderung in einer anderen Pfarrei». Die freien Stellen würden nun mit bereits vorhandenen personellen Kräften organisiert und abgedeckt. «In Zusammenarbeit mit dem Generalvikar bemühen sich Pfarrer Fulvio Gamba und die Kirchenpflege um eine gute Nachfolgeregelung», heisst es abschliessend.

Kritik auch von Mitarbeitern

Zu den Gründen, warum genau sie sich für diesen Schritt entschieden haben, wollte sowohl der Pastoralassistent als auch der Diakon keine Stellung nehmen. Für viele Mitglieder der Kirchgemeinde Egg, zu der auch Maur, Mönchaltorf und Oetwil am See gehören, liegt der Grund für die Weggänge auf der Hand.

«Das ist eine Katastrophe», sagt ein Kirchgemeindemitglied, das sich telefonisch beim ZO/AvU gemeldet hat. «Die beiden gehen wegen dem Pfarrer. Da gibt es keine Zweifel.» Auch für Edmund Chrobot, der regelmässig in Ebmatingen zum Gottesdienst geht und sich bereits in die Diskussion um den Pfarrer eingemischt hat, gibt es in diesem Fall nur eine Erklärung: Mobbing. «Als der Diakon die Anwesenden nach einem Gottesdienst über seinen Weggang informierte, reagierten alle konsterniert und fassungslos», sagt er. «Diese beiden Abgänge werden zu weiteren Kündigungen führen.»

Mehrere Mitarbeiter, die aktuell noch in der Kirchgemeinde aktiv sind und darum anonym bleiben wollen, sehen die Situation gleich und sprechen von weiteren absehbaren Kündigungen: «In der Kirchgemeinde herrscht keine gute Stimmung», sagt eine involvierte Person. Es käme des Öfteren zu Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern und Mitgliedern der Kirchenpflege, doch niemand spreche darüber. Auch intern werde nicht mehr richtig kommuniziert, was die Arbeit erschwere.  

Untersuchungen laufen

Ein Ende des «Egger Pfarrerstreits» ist jedoch in Sicht. Im März hatte der Mönchaltorfer Jürg Simeon eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Kirchgemeinde bei der Rekurskommission der Römisch-katholischen Kirche des Kantons Zürich eingereicht. Diese beinhaltet die Anträge, sowohl Fulvio Gamba als Pfarrer als auch Louis Landolt als Kirchenpflegepräsidenten ihres Amtes zu entheben.

Seitens des Pfarrers und der Kirchenpflege wurden jegliche Mobbingvorwürfe bisher zurückgewiesen. «Was die erneuten Anschuldigungen angeht, so lässt sich sagen, dass es sich dabei um ein Wiederholen und Aufwärmen alter, unwahrer Behauptungen geht», sagt Anwalt Dario Zarro. «Angesichts der Tatsache, dass in absehbarer Zeit mit den Ergebnissen der Administrativuntersuchung zu rechnen ist, gibt es keinen Grund, nochmals auf die diffamierenden Behauptungen einzugehen.»

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