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Ustermer Stadtrat zieht Zwischenbilanz

Am traditionellen Wirtschaftsempfang wurde den Gewerbetreibenden in Uster Gelegenheit geboten, Aktuelles vom Stadtrat zu vernehmen und Beziehungen untereinander zu pflegen.

Hansruedi Galliker von Galliker Kommunikation Uster (links) moderierte den Anlass, an dem unter anderem Stadtpräsident Werner Egli (rechts) über aktuelle Geschäfte informierte. (Bild: Nathalie Guinand)

Ustermer Stadtrat zieht Zwischenbilanz

Über 200 Besucher sassen am Donnerstagabend im Stadthofsaal, während die Stadträte sich auf dem Podium aufgestellt hatten und die mehr oder weniger kritischen Fragen des Moderators Hansruedi Galliker von Galliker Kommunikation Uster beantworteten.

Betrübt zeigte sich Stadtpräsident Werner Egli gleich zu Beginn, weil die Stadt Uster oft in Rechtsverfahren verwickelt werde. Es seien immer wieder die gleichen Leute, welche die Stadt vor dem Kadi antraben liessen, sagte er, und dies habe den Steuerzahler im vergangenen Jahr einen mittleren sechsstelligen Betrag gekostet. «Zum Glück haben wir 2016 alle neun Verfahren gewonnen», fügte Egli schmunzelnd an.

Hoffnung auf mehr Arbeitsplätze

Daniel Stein stellte sich als neuer Stadtschreiber vor. Er hat sein Amt Anfang Juni angetreten. «Einige werden ihn wohl schon kennen», sagte Egli vieldeutig, «denn er war vorher acht Jahre Polizeikommandant.» Seit einigen Monaten arbeitet zudem Sandra Frauenfelder in der Standortförderung. Sie verfüge über ein gutes Netzwerk und sei Ansprechperson für die ortsansässigen Firmen. Uster soll dank der Standortförderung ein attraktiver Wirtschafts- und Bildungsstandort werden. «Die Zahl der Arbeitsplätze wird sich hoffentlich erhöhen, denn es wird weiterhin mit einem Bevölkerungswachstum von 400 Personen jährlich gerechnet.»

Auch mit dem Projekt Zeughausareal gehe es langsam vorwärts. Der Gemeinderat wird ein Zwischennutzungskonzept ausarbeiten und einen Architekturwettbewerb ausschreiben lassen. Der Stadtpräsident versprach, dass die Ideen und Wünsche aus dem Volk ausgewertet würden. Auch gelte es, die Kosten zu berechnen. Er glaubt aber nicht, dass vor 2021 die Bagger auffahren.

Diskussion um Parkgebühren

Dass Mitte 2018 im Restaurant Schifflände erstmals mit den Gläsern angestossen werden kann, hatte Egli einmal zugesichert. Wegen Rekursen kann dieses Versprechen jedoch nicht eingehalten werden, wie er ausführte. Der Sommer 2020 wird nun für die Eröffnung ins Auge gefasst.

Stadträtin Esther Rickenbacher wiederum schwärmte vom neuen Hallenbad: «Die Echos sind sehr gut. Die Besucherzahl ist viel grösser, als wir erwartet haben, und das Defizit wird nicht höher ausfallen als beim alten Bad.» Sie bat um Verständnis, sollte noch nicht alles funktionieren.

Ein Besucher klagte über die Parkplatzgebühren: «Vorher war das Parkieren gratis und jetzt bezahlt man schon nach einer halben Stunde. Warum nicht zwei Stunden gratis?» Der Moderator hakte nach: «Verlangt der Stadtrat, dass schneller geschwommen wird?» Die Antwort von Stadtrat und Sicherheitsvorstand Jean-François Rossier: «Eine Änderung der Parkplatzgebühren ist nicht möglich.» Ab August können jedoch die Ustermer Parkuhren mit einer App vom Handy aus bedient werden.

Krämeracker auf Kurs

Auf dem Bauplatz Schulhaus Krämeracker laufe es laut Stadträtin Patricia Bernet wie am Schnürchen: «Der Rohbau ist fast fertig, und zeitlich ist man gut auf Kurs.» Sie versprach, dass die Schüler im August 2018 einziehen werden. Die Umsetzung des Lehrplans 21 werde einiges an Kosten verursachen. Da seien etwa Apparate anzuschaffen und Lehrer auszubilden. Zusätzliche Schulstunden seien kaum zu befürchten. «Die Arbeit am Computer wird für die Schüler nicht schwergewichtig», beruhigte Bernet.

Laut Finanzvorstand Cla Famos stehen die Finanzen der Stadt Uster auf solider Basis. Er kündete grosse Herausforderungen für die Zukunft an. Da stünden einige Grossprojekte an. Trotzdem sollen die Finanzen in den kommenden Jahren im Lot bleiben. (Werner Gubser)

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