Die Dübendorfer Schulanlage Birchlen ist 57-jährig und noch weitgehend im Originalzustand. Seit längerem plant die Primarschulpflege eine Gesamtsanierung und eine Erweiterung. Voraussichtliche Kosten: 28,49 Millionen Franken.
Dass es die Primarschulpflege mit diesem Baukredit im Dübendorfer Gemeinderat nicht einfach haben würde, hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. Die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) hatte Ablehnung beschlossen.
Gestern Abend erklärte Andrea Kennel (SP) im Namen der GRPK die Gründe – nicht ohne vorher festzuhalten: «Eine Erneuerung der Schulanlage ist nötig und eine Vergrösserung zwingend.» Diese Aussage sollte im Laufe des Abends fallen.
Fehlende Erklärungen
Stossend, so Kennel, sei hingegen die kontinuierlich gestiegene Höhe des Baukredits. Nachdem bei einer ersten Kostenschätzung von 17 Millionen Franken die Rede gewesen sei und man nach dem Projektwettbewerb von 19 Millionen gesprochen habe, beantrage die Primarschule nun einen Kredit von 28,49 Millionen Franken. Besonders bedauerlich für die GRPK: «Der Primarschule ist es nicht gelungen, das schlüssig zu erklären.» Auch habe die Primarschule nicht wirklich begründen wollen, weshalb anstelle einer Erweiterung und Sanierung nicht die Alternative eines Neubaus geprüft worden sei. Und das trotz Nachfrage seitens der GRPK. Diese beantragte einstimmig eine Ablehnung des Antrags. Das bedeute zwar ein «Zurück an den Start», sei aber gleichzeitig ein Befreiungsschlag. «So kann die Schulpflege selber entscheiden, wie und wann sie das Geschäft wieder in den Gemeinderat bringen will», schloss Kennel.

