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Deshalb kams zum Kommunions-Skandal

Die Situation in der katholischen Kirchgemeinde Egg-Maur bleibt angespannt. Nun wurde Edmund Chrobot, der sich im April in die Diskussion um Pfarrer Gamba einmischte, nach einem Gottesdienst die Kommunion verwehrt.

Hier wurde Edmund Chrobot die Kommunion verweigert. (Archivbild)

Deshalb kams zum Kommunions-Skandal

Edmund Chrobot ist in den Gemeinden Egg und Maur seit April als Kritiker des katholischen Pfarrers Fulvio Gamba bekannt. Obwohl die Situation angespannt ist, geht er weiter in Ebmatingen zur Kirche. Doch letzte Woche wurde ihm die Kommunion verweigert. «Ich nahm wie jeden Donnerstagmorgen am Wortgottesdienst in Ebmatingen teil, dabei waren weitere zehn Personen anwesend», erzählt er.

Bei der anschliessenden Kommunion stand er als Letzter in der Warteschlange. «Doch als ich schliesslich vor dem Diakon stand, der an diesem Morgen anwesend war, schüttelte er nur den Kopf und drehte sich weg.» Beim anschliessenden Kaffee habe der Diakon in Anwesenheit der rund zehn Personen erklärt, er habe auf Anweisung von Pfarrer Gamba gehandelt. «Er sagte, er müsse loyal gegenüber seinem Pfarrer sein», sagt Chrobot.

Verzicht auf Kommunion

Am letzten Sonntag wollte Edmund Chrobot trotzdem den Gottesdienst in Ebmatingen besuchen. Doch als er sah, dass Pfarrer Gamba diesen leiten würde, habe er sich umentschieden. «Ich wechselte nach Egg in die Kirche, wo Pfarrer Suter an diesem Tag die Predigt hielt», sagt Chrobot. Um niemanden in Verlegenheit zu bringen, verzichtete er auf die Kommunion. «Ich bin nur der Pöstler, der mit Flugblättern die publizierten Zeitungsartikel verbreitet», sagt er.

Mit einer solchen Flugblattaktion mischte sich Edmund Chrobot im April in die Diskussion um Pfarrer Gamba ein, dem Mobbing innerhalb der Kirchgemeinde vorgeworfen wird. Chrobot kopierte einen Artikel des «Sonntagsblick», der den Pfarrer und den Kirchenpflegepräsidenten Louis Landolt kritisiert, und verteilte ihn vor den Kirchen Egg und Ebmatingen – ganz zum Ärger der Kirchenpflege und dem Pfarrer. Laut Chrobot hat Fulvio Gamba im Anschluss an die Flugblattaktion innerhalb der Pfarrei die Anweisung erteilt, ihn nicht mehr mit der Kommunion zu bedienen (wir berichteten).

Ein Missverständnis?

Auch den Artikel vom ZO/AvU, der am selben Tag erschien, an dem der Wortgottesdienst stattfand, habe er mittlerweile kopiert und verteilt. In diesem Artikel liess die Kirchenpflege via Anwalt Dario Zarro noch verlauten, es sei Edmund Chrobot «nicht verwehrt, in allen katholischen Kirchen zum Kommunionsempfang zu gehen». Auch würde man sich nicht dagegen werden, würde er dies weiterhin in der lokalen Kirchgemeinde tun. «Allerdings würde dies einer weiteren öffentlichen Provokation gleichkommen, was letztlich auch dem Grundverständnis der Kommunion widersprechen würde: mit Christus und der kirchlichen Gemeinschaft verbunden sein zu wollen.»

Mit den neusten Vorwürfen konfrontiert, nimmt die Kirchenpflege erneut via Dario Zarro Stellung. Dass Edmund Chrobot die Kommunion verweigert wurde, bestätigt er. Allerdings habe es sich dabei um ein Missverständnis gehandelt.

«Nicht zielführend»

Nach der Flugblattaktion im April habe der Pfarreirat tatsächlich empfohlen, Edmund Chrobot im Seelsorgeraum Egg-Maur nicht mehr mit der Kommunion zu bedienen, schreibt der Anwalt. Pfarrer Gamba hatte diese Empfehlung unterstützt. «In den folgenden Tagen wurde es aufgrund von Diskussionen für Pfarrer Gamba deutlich, dass eine Verweigerung der Kommunion nicht zielführend sein kann», schreibt Anwalt Dario Zarro.

«In seiner Verantwortung als Pfarrer hat er die definitive Entscheidung getroffen, man würde sich auch in der lokalen Kirchgemeinde nicht gegen den Kommunionsempfang von Edmund Chrobot wehren.»

Dieser Entscheid fiel ein Tag, bevor der ZO/AvU-Artikel am Donnerstag letzte Woche erschien. Die Aussage im Artikel sei daher korrekt gewesen. Allerdings war der Diakon, der an jenem Donnerstag den Wortgottesdienst leitete, noch nicht über diesen definitiven Entscheid orientiert worden. «Pfarrer Gamba bedauert es, dass zum Zeitpunkt des Gottesdienstes der definitive Entscheid dem Diakon noch nicht bekannt war», heisst es im Schreiben.

Warten auf Entscheid

Mittlerweile hat sich Pfarrer Gamba bei Edmund Chrobot entschuldigt und ihm versichert, dass ihm die Kommunion nicht mehr verweigert würde. Alle Parteien warten nun auf den Entscheid der Rekurskommission der Römisch-katholischen Kirche des Kantons Zürich. An diese reichte der Mönchaltorfer Jürg Simeon im März eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Römisch-katholische Kirchgemeinde Egg ein. Zu dieser gehören auch die Gemeinden Mönchaltorf, Maur und Oetwil am See. Die Beschwerde beinhaltet die Anträge, sowohl Pfarrer Gamba als auch Kirchenpflegepräsident Landolt abzusetzen.

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