Wettkämpfe in einer virtuellen Welt
Eine grosse Leinwand und zwei Ledersofas verleihen dem Jugendtreff Just in Winterthur eine gemütliche Atmosphäre. Zwei junge Männer diskutieren über das Fussball-Konsolenspiel FIFA. Einer davon ist Simon Diouf. Der 21-Jährige Winterthurer arbeitet seit zwei Jahren als ehrenamtlicher Jungleiter im Jugendtreff Just, der von der Stadtkirche Winterthur zur Verfügung gestellt wurde. Einmal im Jahr findet dort ein Themenmonat statt.
Simon Diouf führt aus: «Dieses Jahr haben wir uns für Virtual Games entschieden. Die Besucher können miteinander oder gegeneinander antreten. Als Konsolen stellen wir Playstations, Computer oder eine Wii zur Verfügung.» Unterstützt wird dieser Themenmonat von Coop, der Stadtbibliothek Winterthur und der Spielwarenladen Jugglux in Winterthur. Der Sieger der Turniere erhält einen Gutschein von einem der drei Sponsoren.
Ein Gutschein als Preis
Während dem Themenmonat, der noch bis Ende Mai läuft, hat der Jugendtreff Just drei Mal pro Woche geöffnet. Am Montag, Mittwoch und Donnerstagabend sind Jugendliche ab der ersten Oberstufe aus Winterthur und der Region willkommen. Gespielt werden unterschiedliche Virtual Games. «Ich fand den FIFA-Abend bis jetzt am tollsten », erzählt Arda Toros. Der 21-Jährige kennt den Jugendtreff seit einem Jahr und ist ein grosser Fan dieser Themenmonate.
Auch Carlos Eisele besucht die Game-Abende regelmässig. Er habe viel Zeit in den letzten acht Jahren hier verbracht. «Ich bin der Stellvertreter von Simon. Der Jugendtreff gefällt mir sehr, die Stimmung ist immer super», so der 20-jährige Winterthurer.
Die Idee «Virtual Games» kam von Simon Diouf selber. «Ich dachte mir, dass dieses Thema bei den Jugendlichen sicher gut ankommt. Und je mehr Leute kommen, desto mehr Spass macht es», erklärt er. Die Leiterin des Jugendtreffs, Gabi Mähliss, war sofort einverstanden. «Ich bin offen für die Vorschläge der Jugendlichen. Meist werden diese besser angenommen als diejenigen der Erwachsenen», so die Winterthurerin.
Freude an der Jugendarbeit
Nach dem Ende des Themenmonats am 31. Mai geht für Simon Diouf die Arbeit mit den Jugendlichen weiter. «Die Vielfältigkeit an der Jugendarbeit gefällt mir sehr. Ich habe neue Freundschaften geschlossen und durfte verschiedene Ideen im Jugendtreff umsetzen», so der Winterthurer.

