Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Politik

«Nach zwölf Jahren ist es Zeit für eine Veränderung»

An den Gemeinderatswahlen im nächsten Frühling wird die Mönchaltorfer Gemeindepräsidentin Annemarie Beglinger (FDP) nicht mehr antreten. Bis dahin stehen aber noch einige Herausforderungen an.

Annemarie Beglinger (FDP) wird an den nächsten Gemeinderatswahlen nicht mehr antreten. (Bild: zvg)

«Nach zwölf Jahren ist es Zeit für eine Veränderung»

Frau Beglinger, hat die aktuelle Diskussion um das Gebiet Silbergrueb zu Ihrem Entscheid geführt, an der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten?
Annemarie Beglinger: Nein, ich habe mir dies schon länger überlegt. Ich wurde 2002 in den Gemeinderat gewählt und übernahm 2006 das Präsidium – nach zwölf Jahren in diesem Amt und total sechzehn Jahren im Gemeinderat ist es Zeit für eine Veränderung. Das Gemeindepräsidium ist ein schönes, interessantes und vielseitiges Engagement, aber gleichzeitig auch schwierig, zeitlich belastend und anspruchsvoll.

Dann haben Sie die aktuelle Legislaturperiode bereits mit dem Vorsatz angetreten, dass diese Ihre letzte sein wird?
Nicht als Vorsatz, sondern im Bewusstsein darum, dass es die letzte Amtszeit sein könnte. Wenn man sich zur Wahl stellt, muss man für die kommenden vier Jahre motiviert sein – und das war ich auf jeden Fall. Innerhalb des Gemeinderates haben wir die Neuwahlen bereits im letzten Jahr an einer Klausur ein erstes Mal besprochen. Mein Entscheid war daher für meine Kollegen keine Überraschung.

«Mein Entscheid war für meine Kollegen keine Überraschung.» – Annemarie Beglinger

Was waren Ihre grössten Errungenschaften in Ihrer Zeit als Gemeindepräsidentin?
Eine abgeschlossene Bilanz möchte ich erst im nächsten Frühling ziehen. Aber Themen wie die Mitwirkung beim Gestaltungsplan im Gebiet Silbergrueb, anfangs die Neuorganisation der Jugendarbeit oder der Neubau des Alters- und Pflegezentrums Loogarten gehörten sicher zu den grösseren Projekten meiner Amtszeit.

Welche Herausforderungen stehen Ihnen bis im Frühling noch bevor?
Das Gebiet Silbergrueb wird uns weiter beschäftigen. Wir wollen das Potenzial der Neuzuzüger ausschöpfen und sie für unser Gemeinde- und Vereinsleben begeistern. Für die Kinder wird zusätzlicher Schulraum gebaut, zudem müssen wir uns über die veränderte Altersstruktur Gedanken machen. Die angespannte Finanzlage der Gemeinde ist ein weiteres, wichtiges Thema.

Was werden Sie an der Arbeit als Gemeindepräsidentin am meisten vermissen?
Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Es wird sich herausstellen, wie viele der lokalen und regionalen Beziehungen, die ich während Jahren aufgebaut habe und schätze, nur an das Amt gebunden waren und aus welchen Freundschaften entstehen dürfen.

Werden Sie in Zukunft an Gemeindeversammlungen das Wort ergreifen?
Ich habe mir vorgenommen, mich dann bei Gemeindeversammlungen nicht mehr zu melden. Im Vorfeld werde ich auf Anfrage nach wie vor gerne mit Rat zur Stelle sein, vor allem für meine Gemeinderatskollegen. Aber an Versammlungen oder in den Medien werde ich mich nicht mehr aktiv äussern.

Für was werden Sie Ihre frei gewordene Zeit einsetzen?
Ich freue mich auf mehr Freizeit und die Möglichkeit, meine privaten Kontakte stärker zu pflegen. Zudem habe ich vor kurzem eine eigene Beratungsfirma im Hauswirtschaftsbereich gegründet, daher wird es mir bestimmt nicht langweilig.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns