50 Jahre Erfolgsgeschichte
Etwa 160 Gäste feierten am Samstag, 6. Mai, das 50-jährige Bestehen der Firma Hofmann Gartenbau AG in Winterthur. Zu diesem Anlass ist die Tiefgarage des Unternehmens in Hegi in einen Festsaal verwandelt worden. Rahmen des Events bildete zudem das kürzlich publizierte Buch «Schaufel und Laptop» von Bernhard Ruetz, in dem die Geschichte des Familienunternehmens detailreich aufgearbeitet und dokumentiert wurde.
Eins gleich vorweg: In den 50 Jahren hat sich bei der Firma Hofmann Gartenbau so einiges getan. Aus einem Kleinbetrieb mit fünf Angestellten entwickelte sich bis heute eine der grössten Gartenbaubetriebe in Winterthur, das rund 50 Mitarbeiter zählt. Rund ein Drittel davon sind Frauen. Eine Zahl, auf die Geschäftsleiter Jürg Hofmann auch ein wenig stolz ist.
Vom Versicherungswesen zum Gartenbau
Ihren Ursprung hat die Firma im Jahr 1967. Der Winterthurer Hansjürg Hofmann hatte den Kleinbetrieb – damals noch mit dem Namen «H.Hofmann Gartenbau Winterthur» – ins Leben gerufen, nachdem er zehn Jahre lang als Versicherungsexperte gearbeitet hatte. Glücklich sei er in seinem alten Beruf nie gewesen, wie sein Sohn Jürg Hofmann anmerkt.
«Nicht Normen und Zertifizierungen stehen dabei im Vordergrund, sondern das situativ Beste.»
(Jürg Hofmann)
Mit knapp 30 Jahren fasste Hansjürg Hofmann den Mut, seinen Traum zu verwirklichen und dem Gärtnerberuf nachzugehen. Erst als Handlanger in der Gartenbaufirma Schmidhauser, später als Unternehmer und Inhaber des jetzigen Familienunternehmens.
In die Fussstapfen des Vater getreten
Jürg Hofmann hat schon als Kind nach der Schule und in den Ferien im elterlichen Geschäft mitgearbeitet. Als sein Vater 1977 einen schweren Autounfall erlitt und mehrere Monate beruflich ausgefallen war, sprang der damals 17-jährige Gymnasiast kurzerhand als Geschäftsleiter ein.
Erst viel später – nach Abschluss des Studiums als Landschaftsarchitekt sowie Berufserfahrungen als Bauführer einer grossen Gartenbaufirma in Bern – trat er in die Fussstapfen seines Vaters. Jürg Hofmann übernahm 1986 die Leitung des Familienunternehmens. 2020 will es ihm sein Sohn Christoph Hofmann gleichtun.
Wandel der Unternehmensstrategie
In all den Jahren ist Hofmann Gartenbau kontinuierlich gewachsen. «Es war nie meine Absicht, gezielt eine Wachstumsstrategie zu verfolgen», so Jürg Hofmann. Er habe gute Arbeit leisten wollen und rückblickend einen wichtigen unternehmerischen Entscheid gefällt: «Statt auf Gastarbeiter habe ich auf Fachkräfte gesetzt und Mitarbeiter gesucht, die langfristig im Unternehmen mitwirken wollten.»
Noch immer setzt die Firma auf Neuanlagen, Gartenumgestaltung und Gartenpflege. Jürg Hofmann spezialisiert aber vermehrt auch auf Aufträge von Privatkunden. Dabei kommt dem Thema Umweltschutz bei Hofmann Gartenbau eine besondere Bedeutung zu. Man beschränke sich auf Aufträge im Umkreis von rund 15 Kilometern und strebe, wann immer möglich, die umweltverträglichste Lösung an. «Nicht Normen und Zertifizierungen stehen dabei im Vordergrund, sondern das situativ Beste», erläutert Jürg Hofmann. Ausserdem verfügt die Firma über eine Solaranlage und Elektroautomobile.
Von Trends hält der Winterthurer wenig – auch im Bereich der Gartengestaltung. «Schottergärten finde ich persönlich zum Beispiel fürchterlich. Sie sind vermeintlich pflegeleicht, aber seelenlos und ohne jegliches Ambiente», so Jürg Hofmann. Besser gefalle ihm ein Garten mit spannender Raumdynamik sowie bunter und vielfältiger Pflanzung. Für eine passende Kundenberatung helfe da manchmal auch ein Blick ins Innere des Hauses. «Vom Wohnstil kann man oft auch auf einen passenden Stil im Garten schliessen.»
