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Training für Notfälle bei Neugeborenen

In der Neugeborenenklinik im Kantonsspital Winterthur wird das Team an Simulationstagen geschult. Ab dem 16. Mai spielen die Mitarbeitenden verschiedene Situationen durch, die im Alltag eintreten können. Dies soll helfen, in kritischen Momenten richtig zu handeln. Lukas Hegi, Chefarzt der Neonatologie, ist erfreut über diese Möglichkeit der Weiterbildung.

Training für Notfälle bei Neugeborenen

Überwachung während der Schwangerschaft, schnelles Handeln bei einer Frühgeburt und intensive Betreuung nach der Geburt eines Kindes: Dies sind nur drei von vielen Bereichen, denen sich die Neonatologieklinik im Kantonsspital Winterthur annimmt. Um in kritischen Situationen noch besser reagieren zu können, spielt das Abteilungsteam am 16., 23. und 24. Mai sogenannte Simulationstage durch. «Wir sind nicht die erste Abteilung, die das tut. Dieses Simulationssystem wird nach und nach im Kantonsspital Winterthur aufgebaut, andere Kliniken ziehen nach», erklärt Lukas Hegi, Chefarzt der Neonatologie.

Übergreifende Kommunikation ist wichtig

In der Neonatologie werden an insgesamt zwei Halbtagen Situationen simuliert, in denen die Ärzte, das Pflegepersonal und weitere Beteiligte ihren Einsatz verbessern können. Lukas Hegi begrüsst diese Übungstage. «Unsere Mitarbeitenden lernen so, wie sie in kritischen oder auch lebensbedrohlichen Situationen richtig reagieren», so der KSW-Arzt.

Allergischer Schock als Beispiel

Eine dieser Situationen sei zum Beispiel ein allergischer Schock bei einem Kleinkind. Dieses wird mit der Ambulanz in den Spital eingeliefert. Plötzlich bemerkt das Personal, dass sich der Zustand des Kindes drastisch verschlechtert. Es muss reanimiert werden. Zusätzlich kommt das Anästhesieteam dazu und bietet Unterstützung.

So sehe ein Fall aus, der durchaus eintreten könne. Wichtig sei dabei, dass die übergreifende Kommunikation von Anfang an richtig funktioniere. «Es muss jedem Beteiligten klar sein, welche Verantwortung er hat», so Lukas Hegi.

Moderne Puppen als Übungsgerät

Geübt werde an hochmodernen Puppen. Diese seien ferngesteuert und können Atmen. Auch ein Herzschlag sei zu hören. «Wir versuchen, möglichst nahe an die Realität ranzukommen», erklärt Lukas Hegi. Deshalb würden die Simulationsübungen auch nicht in externen Räumen stattfinden, sondern direkt in den Stationen, wo sich die kleinen Patienten befinden.

Weniger Angst haben

Die Simulationstage sollen dem Team der Neonatologie auch psychisch weiterhelfen. Lukas Hegi führt aus: «Sie sollen noch besser für Fälle ausgebildet werden, denen sie heute noch mit Angst entgegen blicken. Sobald man in einer kritischen oder gefährlichen Situation ohne Angst gegenübertritt, wird diese weniger belastend für die eigene Person.»

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