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Bruno Hächler stellte Best-of-Album vor

Bruno Hächler schreibt seit über 15 Jahren Lieder für Kinder und spielt diese regelmässig an Konzerten. Nun hat er kürzlich sein erstes Best-of-Album veröffentlicht. Im Rahmen der Kinderkulturwoche Winterthur stellte er dieses in der Alten Kaserne vor. Der Winterthurer über seine Leidenschaft.

Bruno Hächler stellte Best-of-Album vor

«Früher hörten die Kinder meine Musik auf Kassetten, heute laden sie die Lieder bei Online-Musikanbietern herunter. Auch wir Musiker gehen mit der Zeit», erzählt Buno Hächler mit einem Schmunzeln.

Der 56-jährige Winterthurer schreibt seit 15 Jahren Lieder für Kinder und gibt regelmässig Konzerte. Bis 2005 verkaufte er seine Musik fast ausschliesslich auf Kassetten und CDs, mittlerweile sind seine Alben auch online verfügbar.

Die neueste CD «Best of Finn» ist das erste Best-of-Album von Bruno Hächler. Auf diesem hat der Winterthurer seine beliebtesten Lieder gepackt. Am 30. April trat der Sänger damit, als Abschluss der Kinderkulturwoche Winterthur, in der Altern Kaserne auf.

Unbändige Emotionen

Dass er anlässlich der Kinderkulturwoche auftreten darf, bedeute Bruno Hächler viel.

Der Eulachstädter erzählt: «Das Kulturangebot in Winterthur ist riesig und spricht diverse Zielgruppen an, zum Glück auch Kinder. Daher bereitet es mir Freude, meine Kunst bei einem Event für die Jüngsten vorzuführen.» Obwohl er bereits seit über 15 Jahren vor Kindern auftritt, gehe das Lampenfieber nicht verloren.

«Es kribbelt in mir und ich bin unruhig. Sobald ich aber auf der Bühne stehe, ist dieses Gefühl weg», erklärt er. Diese Aufregung störe ihn nicht – im Gegenteil. «Ich bin froh, diesen Adrenalinschub zu haben. So spüre ich meine eigene Freude.»

Vor Kindern aufzutreten sei immer etwas anders als vor Erwachsenen. «Die Kleinen sind direkte und ehrliche Kritiker. Wenn einem Kind ein Lied missfällt, steht es auf und geht», erzählt Bruno Hächler. Umgekehrt liessen sie sich aber auch schnell begeistern.

«Einmal wurde ich von einem Kind von weitem erkannt. Es rannte durch die ganze Steinberggasse und rief meinen Namen.» Solche Aktionen berühren ihn. Es sei ein schönes Gefühl, den Kindern präsent zu sein.

Texte einfach halten

Ursprünglich begann Bruno Hächler als Kinderbuchautor und kam über seine Bücher zur Musik. «1999 wurde ich für meine erste Lesung angefragt. Ich hatte bis dahin keinerlei Erfahrung mit dem Vortragen von Büchern», verrät Bruno Hächler.

Er packte kurzerhand seine Gitarre ein und verlieh der Lesung eine musikalische Note. «Ich spielte in einer Band und wusste, dass mein Gitarrensound gut ankommt. Ich hoffte, dass auch die Kinder Freude daran finden.»

Dieser Plan ging auf. Mittlerweile lebt Bruno Hächler von seiner Kindermusik und den Büchern. Diese Arbeit mache ihm bis heute grossen Spass. Es sei jedoch nicht immer ganz einfach, neue Ideen für Lieder zu finden.

«Kindermusik hat in der Schweiz ein hohes Niveau. Man muss immer aufpassen, dass die Texte nicht zu komplex, aber auch nicht banal werden.»

Offen für die Welt sein

Umso spannender sei es daher, die Gedanken der Kinder zu erfahren. «Manchmal hole ich mir etwas Inspiration bei den Kleinen. Ich will wissen, was ihnen durch den Kopf geht», erzählt Bruno Hächler. Es sei für ihn faszinierend, wie offen Kinder seien.

«Sie betrachten die Welt mit Staunen und ohne Angst. Davon könnten wir Erwachsenen uns eine Scheibe abschneiden.»
 

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